Saunasteine richtig pflegen schichten und wechseln Olivindiabas

Saunasteine richtig pflegen, schichten und wechseln

Christian Reindl

Hand aufs Herz: Wenn dein Aufguss nicht mehr zischt, sondern nur noch plätschert, liegt das fast immer an den Steinen. Sie sind das Herz deines Ofens, sie speichern die Hitze und geben sie beim Aufguss schlagartig ans Wasser ab. Ich checke meinen Ofen einmal im Jahr, seitdem zischt der Aufguss wie am ersten Tag. Ich zeige dir, welche Steine taugen, wann sie durch sind, wie du richtig schichtest und was niemals auf den heißen Stein darf.

⏱️ Lesezeit ca. 4 Min  |  Das Wichtigste sofort
  • Olivindiabas ist der Goldstandard: hält fast 1.000 Grad aus und gibt weichen Dampf.
  • Steine prüfen: im Privatgebrauch ein bis zwei Jahre, bei häufiger Nutzung früher.
  • Schichten: große Steine unten, kleine oben, immer mit Luftspalten.
  • NIE pures Öl oder einen Drop direkt auf den Stein. Immer ins Wasser.
✅ So machst du es richtig
  • Olivindiabas oder Speckstein wählen
  • Locker schichten, Luft muss zirkulieren
  • Einmal im Jahr prüfen und umschichten
  • Drop in 1,5 Liter Wasser lösen
❌ Das kostet Leistung
  • Sandstein oder Flusskiesel verwenden
  • Steine zu dicht packen
  • Öl oder Drop pur auf den Stein geben
  • Krümel und Splitter drinlassen
Dunkle Olivindiabas-Saunasteine geschichtet im Saunaofen, große unten und kleine oben

Welcher Stein? Olivindiabas ist der Goldstandard

Welchen Saunastein du kaufst, ist keine Frage des Preises, sondern der Physik. Olivindiabas, ein finnisches Tiefengestein, hält fast 1.000 Grad aus, speichert die Wärme lange und übersteht ständige Hitze-Kälte-Wechsel ohne Risse. Billige Sandsteine oder Flusskiesel platzen dagegen mit der Zeit und splittern. Der Stein entscheidet, ob dein Löyly kräftig kommt oder müde verpufft.

Steinart Eigenschaft Wann empfehlen wir das?
Olivindiabas speichert top, hält ~1.000 Grad, schockfest Goldstandard, für jeden Ofen
Speckstein hohe Speicherung, robust Gute, etwas weichere Alternative
Rhyolith mittlere Werte Notfalls okay, kein Dauerläufer
Sandstein, Flusskiesel platzen, zerbröseln, splittern Finger weg, Verletzungsgefahr
Kleine Steine oben Mittlere um die Heizstäbe, mit Luftspalten Große Steine nach unten
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Woran du erkennst, dass die Steine durch sind

Schau unter den Ofen: Liegt dort grauer Sand oder Splitter, ist das zerfallenes Steinmaterial, ein klares Wechselsignal. Weitere Zeichen: Der Ofen heizt länger, der Aufguss plätschert nur noch. Wie oft du tauschst, hängt von der Nutzung ab: privat ein bis zwei Jahre, bei täglicher Nutzung weniger. Spätestens nach einem halben Jahr lohnt ein Blick.

Richtig schichten und einmal im Jahr reinigen

Beim Schichten gilt: Luft muss zirkulieren. Die größten Steine kommen nach unten, mittlere um die Heizstäbe mit Luftspalten, kleine nach oben. Als Faustregel rechnest du rund 5 Kilogramm Steine pro Kilowatt Ofenleistung. Nie zu dicht packen, sonst überhitzen die Stäbe. Einmal im Jahr nimmst du alle Steine raus, wischst Krümel weg, sortierst alles kleiner als eine Walnuss aus und saugst den Ofen aus. Neue Steine spülst du vor dem ersten Aufguss kurz mit klarem Wasser ab. Chemische Reiniger haben darin nichts verloren.

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Was niemals auf den Stein darf

Jetzt der gefährlichste Fehler: pures ätherisches Öl direkt auf den Stein. Der Flammpunkt der Öle liegt bei rund 50 Grad, deine Steine sind über 200 Grad heiß. Das Öl kann sich schlagartig entzünden, eine Stichflamme ohne Vorwarnung, dazu Rückstände und Dämpfe. Genauso wenig gehört ein Saunadrop pur auf den Stein, seine Hülle verbrennt sofort. Der richtige Weg: einen Drop in 1,5 Liter Wasser lösen, zwei bis drei Minuten warten, umrühren, dann aufgießen. Die Sorten findest du in der Aufguss-Auswahl.

💡 Mein Sauna-Tipp: Der schnellste Steine-Check: Schlag zwei Steine leicht gegeneinander. Klingt es hell und sie bleiben heil, sind sie gut. Bröckeln oder zerspringen sie, ist ihre Zeit vorbei. Das mache ich bei jeder Jahreswartung als Erstes.

Ehrlich gesagt: Viele Shops raten zum jährlichen Kompletttausch, gut fürs Geschäft, aber selten nötig. Bei normalem Privatgebrauch reicht es, einmal im Jahr zu prüfen und nur kaputte Steine zu ersetzen. Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern wie oft und heiß du saunierst.

Häufige Fragen

Wie oft muss man Saunasteine wechseln?

Das hängt von der Nutzung ab. Im Privatgebrauch halten gute Steine ein bis zwei Jahre, bei täglicher Nutzung deutlich weniger. Prüfe spätestens nach einem halben Jahr und sortiere alles kleiner als eine Walnuss aus.

Welche Steine sind die besten für die Sauna?

Olivindiabas ist der Goldstandard: finnisches Tiefengestein mit top Wärmespeicherung und Schockfestigkeit. Finger weg von Billig-Sandstein oder Flusskiesel, die zerbröseln schnell.

Darf man einen Saunadrop direkt auf die Steine legen?

Nein, niemals. Die Hülle verbrennt auf den heißen Steinen sofort, und pures Öl kann sich entzünden. Löse den Drop in 1,5 Liter Wasser, warte zwei bis drei Minuten, dann aufgießen.

Wie schichtet man Saunasteine richtig?

Große Steine nach unten, mittlere um die Heizstäbe mit Luftspalten, kleine nach oben. Luft muss zirkulieren, also nie zu dicht. Längliche Steine parallel zu den Heizstäben.

Passend dazu aus meiner Sauna-Praxis:

Hinweis: Beachte immer die Herstellerangaben deines Saunaofens. Gib niemals pures ätherisches Öl auf die heißen Steine, es besteht Brandgefahr durch Stichflammen. Bei Unsicherheiten wende dich an einen Fachbetrieb.

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