Sauna reinigen: Schweißflecken durch Abschleifen des Holzes entfernen.

Wie reinige ich meine Sauna richtig? Der große Pflege-Guide

Christian Reindl

Eine Sauna ist eine Investition, die bei richtiger Pflege Jahrzehnte hält. Doch ich sehe immer wieder Kabinen, die nach wenigen Jahren muffig riechen, fleckige Bänke haben oder deren Holz sich grau verfärbt hat. Der Grund: falsche Reinigungsmittel, vernachlässigte Steine oder schlicht fehlendes Wissen über die Eigenheiten von Saunaholz. Das Sauna reinigen folgt eigenen Regeln – und die lernst du hier.

Wie oft muss man die Sauna putzen?

Nach jedem Saunagang solltest du die Kabine mindestens 30 Minuten lüften und alle Oberflächen mit einem trockenen Tuch abwischen – eine gründliche Reinigung ist bei normaler Privatnutzung alle 1 bis 3 Monate erforderlich. Dieser Rhythmus verhindert, dass sich Schweiß, Hautschuppen und Staub dauerhaft ins Holz einarbeiten.

Das Sauna reinigen nach jedem Gang klingt aufwendig, ist aber in zwei Minuten erledigt: Türen und Lüftungsöffnungen aufmachen, kurz mit einem fusselfreien Tuch über die Bänke wischen, fertig. Diese Routine ist entscheidend, denn Feuchtigkeit ist der größte Feind deiner Sauna.

❓ Warum ist Feuchtigkeit in der Sauna so problematisch?

Restfeuchtigkeit, die nicht vollständig abtrocknet, schafft den perfekten Nährboden für Schimmel. Das Heimtückische: Schimmel wächst oft versteckt unter den Bänken oder in den Ecken, bevor er sichtbar wird. Wenn du einen muffigen Geruch bemerkst, der auch nach dem Aufheizen nicht verschwindet, ist Schimmel eine wahrscheinliche Ursache. Deshalb gilt: Sauna reinigen beginnt mit konsequentem Trocknen.

Welches Reinigungsmittel darf auf Saunaholz?

Niemals Chlor, Essigreiniger oder scharfe Badreiniger auf Saunaholz verwenden – stattdessen eignen sich Wasserstoffperoxid (3%) zum Sauna desinfizieren oder spezielle Saunareiniger auf Alkoholbasis. Diese Regel ist nicht verhandelbar, denn falsche Chemie kann deine Sauna dauerhaft ruinieren.

Das Problem mit aggressiven Reinigern: Saunaholz ist offenporig und nimmt Flüssigkeiten auf wie ein Schwamm. Was einmal ins Holz eingezogen ist, bleibt dort – und beim nächsten Aufheizen verdampfen die Chemikalien. Du atmest dann buchstäblich Giftstoffe ein, während du eigentlich entspannen möchtest. Das Saunaholz pflegen erfordert sanfte Mittel.

Wasserstoffperoxid (3% aus der Apotheke) ist der ideale Kompromiss: Es desinfiziert zuverlässig, zerfällt aber zu harmlosem Wasser und Sauerstoff.

Zum Sauna desinfizieren verdünnst du das Wasserstoffperoxid im Verhältnis 1:1 mit Wasser, trägst es mit einem Tuch auf und lässt es einwirken. Danach mit klarem Wasser nachwischen – aber nur nebelfeucht, nie nass. Das Saunaholz pflegen bedeutet immer: so wenig Feuchtigkeit wie möglich.

Bei hartnäckigen Flecken, die auch mit Wasserstoffperoxid nicht verschwinden, hilft ein anderer Ansatz: Schleifpapier mit Körnung 180. Damit kannst du die oberste Holzschicht vorsichtig „abziehen" und das frische, saubere Holz darunter freilegen. Diese Methode ist besonders effektiv beim Saunaholz pflegen, weil sie komplett ohne Chemie auskommt.

Was tun gegen Schweißflecken auf der Bank?

Eingetrocknete Schweißflecken Sauna entfernen gelingt am besten durch vorsichtiges Anschleifen mit feinem Schleifpapier (Körnung 180) – nicht durch Einweichen mit Wasser oder Chemie. Die Prävention ist allerdings einfacher als die Behandlung.

Das sogenannte „4-Handtuch-System" verhindert, dass Schweiß überhaupt auf das Holz gelangt: ein großes Handtuch als Unterlage, ein kleines für den Kopf, eines für die Füße und eines zum Abtrocknen nach dem Abkühlen. Wer konsequent auf Handtüchern sitzt, muss sich um Schweißflecken Sauna entfernen keine Gedanken machen.

❓ Warum ist Anschleifen besser als Nassreinigung bei Schweißflecken?

Schweiß enthält Salze und Mineralien, die ins Holz einziehen. Wasser löst diese nicht auf, sondern verteilt sie nur tiefer im Holz – und hinterlässt nach dem Trocknen oft größere Flecken als vorher. Beim Schweißflecken Sauna entfernen ist Schleifen daher die sauberste Lösung: Du entfernst die kontaminierte Schicht und legst frisches Holz frei. Arbeite immer in Faserrichtung und mit leichtem Druck.

Nach dem Schleifen kannst du die Stelle optional mit einem speziellen Saunaöl (auf Paraffinbasis) behandeln, um das Holz vor künftiger Verschmutzung zu schützen. Das Saunaholz pflegen ist mit regelmäßiger Prävention weniger aufwendig als nachträgliche Reparaturen.

Wann muss ich die Saunasteine wechseln?

Wann Saunasteine wechseln? Rissige und bröselige Steine müssen ausgetauscht werden.

Saunasteine sollten bei privater Nutzung alle 2 Jahre gewechselt werden, bei gewerblicher Nutzung sogar alle 6 Monate, da sie durch den ständigen Wechsel von Erhitzen und Abkühlen Risse bekommen und zerbröseln. Dieser Punkt wird von den meisten Saunabesitzern komplett ignoriert – mit unangenehmen Folgen.

Das Problem: Beim Zerbröseln entsteht feiner Steinabrieb, den Fachleute „Grit" nennen. Dieser Staub setzt sich zwischen den Steinen ab und verstopft die Luftzirkulation im Ofen. Die Folge ist ein Teufelskreis: Der Ofen muss härter arbeiten, um die gleiche Temperatur zu erreichen, was die Steine noch schneller zerstört – und irgendwann überhitzt das Gerät.

💎 Christians Stein-Check: Nimm mal einen kalten Saunastein aus dem Ofen und schlag ihn leicht gegen einen anderen. Klingt es dumpf oder bröselt er? Dann sofort austauschen! Nur intakte Steine liefern den perfekten "Löyly" und sorgen dafür, dass sich der Duft unserer Saunadrops sauber entfaltet.

Ein weiteres Warnsignal für verbrauchte Steine: Wenn dein Aufguss trotz hochwertiger Öle verbrannt oder muffig riecht. Auf alten Steinen haben sich über die Jahre Ablagerungen eingebrannt – Öle, Mineralien aus dem Wasser, Hautpartikel aus der Luft. Diese Ablagerungen verbrennen bei jedem Aufguss und überlagern jeden noch so guten Duft.

Das Saunasteine wechseln selbst ist unkompliziert: Ofen komplett auskühlen lassen, alte Steine herausnehmen, den Ofeninnenraum mit dem Staubsauger reinigen und neue Steine locker (nicht gepresst!) einschichten. Achte darauf, dass zwischen den Steinen Luftspalten bleiben – nur so kann die Hitze gleichmäßig zirkulieren.

Darf ich die Sauna mit dem Hochdruckreiniger abspritzen?

Nein, der Hochdruckreiniger ist der sicherste Weg, deine Sauna dauerhaft zu ruinieren – der Wasserstrahl zerstört die Holzfasern und drückt Feuchtigkeit in die Dämmung, wo sie Schimmel verursacht. Hände weg vom Kärcher, egal wie praktisch es erscheinen mag.

Der Hochdruckstrahl dringt tief ins Holz ein und stellt die Fasern auf. Das Ergebnis: eine raue, splittrige Oberfläche, die sich bei jedem Saunagang unangenehm anfühlt und deutlich anfälliger für Verschmutzung ist. Das Sauna reinigen mit Hochdruck macht also alles schlimmer.

Noch problematischer ist das Wasser, das in die Konstruktion gedrückt wird. Hinter der sichtbaren Holzverkleidung liegt bei den meisten Saunen eine Dämmschicht aus Mineralwolle oder ähnlichem Material. Wenn diese nass wird, trocknet sie extrem langsam – und wird zum idealen Schimmelnährboden. Du siehst den Schaden nicht, riechst ihn aber irgendwann.

Die richtige Methode zum Sauna reinigen: Ein Mikrofasertuch, nebelfeucht ausgewrungen. Wische in Faserrichtung des Holzes und lasse die Kabine anschließend bei geöffneter Tür trocknen. Bei starker Verschmutzung kannst du das Tuch in verdünntes Wasserstoffperoxid tauchen – mehr Feuchtigkeit braucht es nie.

Fazit: Weniger ist mehr bei der Saunapflege

Das richtige Sauna reinigen folgt einem einfachen Prinzip: so wenig Feuchtigkeit und Chemie wie möglich, dafür konsequente Routine. Wer nach jedem Gang lüftet und trockenwischt, alle paar Monate gründlich mit Wasserstoffperoxid arbeitet und die Steine im Blick behält, wird jahrelang Freude an seiner Sauna haben.

Die häufigsten Fehler – scharfe Reiniger, Hochdruckreiniger, vergessene Steinpflege – lassen sich leicht vermeiden, wenn man die Eigenheiten von Saunaholz versteht. Das Saunaholz pflegen ist keine Wissenschaft, erfordert aber Respekt vor dem Material. Dein Holz ist offenporig, atmungsaktiv und empfindlich gegen chemische Angriffe.

Nimm dir die Zeit für regelmäßiges Schweißflecken Sauna entfernen und das turnusmäßige Saunasteine wechseln – deine Nase und dein Geldbeutel werden es dir danken. Denn eine gut gepflegte Sauna riecht nicht nur besser, sie hält auch deutlich länger.

📋 Hinweis: Die in diesem Artikel beschriebenen Reinigungsmethoden beziehen sich auf klassische finnische Saunen mit unbehandeltem Holz. Bei speziellen Holzarten, Infrarotkabinen oder werkseitig behandelten Oberflächen können abweichende Pflegehinweise gelten. Beachte immer die Herstellerangaben deiner Sauna. Bei Schimmelbefall, der über oberflächliche Flecken hinausgeht, sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.
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