Saunasteine im Ofen: Wasser wird mit einer Kupferkelle auf heiße Olivin-Diabas-Steine gegossen, Dampf steigt auf

Saunasteine wechseln: Wann nötig + Reinigung (Tabelle)

Christian Reindl

Inhaltsverzeichnis

Kurze Antwort: Saunasteine solltest du alle 1 - 2 Jahre wechseln, wenn du deine Sauna regelmäßig nutzt. Bei starker Nutzung (3× pro Woche oder mehr) kann es schon nach 6 - 12 Monaten nötig sein. Reinigen verlängert die Lebensdauer - ersetzt den Wechsel aber nicht. In diesem Ratgeber zeige ich dir, woran du erkennst, dass deine Steine fertig sind, wie du sie richtig wechselst und welche 5 Fehler du dabei vermeiden solltest.

Tipp: Damit dein Aufguss nicht nur mit frischen Steinen, sondern auch mit dem perfekten Duft überzeugt - probier mal Sencify Saunadrops. Ein Drop in 1,5 Liter Wasser auflösen, kurz umrühren, aufgießen. Fertig.

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Wann musst du Saunasteine wechseln?

Saunasteine sind kein Verschleißteil, das du im Kalender markierst und dann tauschst. Ob du wechseln musst, hängt von drei Faktoren ab:

  • Nutzungshäufigkeit: Eine Heimsauna, die 1× pro Woche läuft, stresst die Steine weniger als eine öffentliche Sauna mit täglichem Betrieb.
  • Steinart: Olivin-Diabas hält länger als Granit. Vulkanit splittert schneller als Peridotit.
  • Temperatur: Je heißer du saunierst (90 °C+), desto schneller ermüdet das Gestein durch thermische Ausdehnung und Kontraktion.

Die Faustregel: Alle 1 - 2 Jahre prüfen, bei Bedarf wechseln. Nicht blind nach Kalender - sondern nach Zustand.

5 Anzeichen: Deine Saunasteine sind fertig

Du musst kein Geologe sein, um den Zustand deiner Steine zu beurteilen. Diese fünf Signale sagen dir, dass es Zeit wird:

1. Risse und Bruchstellen

Wenn Steine sichtbare Risse haben oder beim Anheben auseinanderbrechen, sind sie durch. Die Hitze-Kälte-Zyklen haben das Material ermüdet. Rissige Steine können beim Aufguss splittern - das ist ein Sicherheitsrisiko.

2. Staubige, krümelige Oberfläche

Fass mal einen Stein an. Wenn er staubt oder krümelt, löst sich die Oberfläche auf. Dieser Abrieb verstopft den Saunaofen und kann die Heizstäbe beschädigen.

3. Die Steine sind deutlich kleiner geworden

Vergleich mit einem frischen Stein der gleichen Sorte. Wenn deine Steine merklich geschrumpft sind, haben sie Material verloren. Die Wärmespeicherung leidet.

4. Der Aufguss verdampft anders

Frische Steine erzeugen beim Aufguss einen gleichmäßigen, kräftigen Dampfstoß. Wenn das Wasser nur noch leise zischt oder ungleichmäßig verdampft, liegt es oft an den Steinen - sie speichern die Hitze nicht mehr richtig.

5. Weißliche Ablagerungen (Kalk)

Kalkablagerungen vom Aufgusswasser sind normal, aber wenn die Steine komplett weiß verkrustet sind, leidet die Wärmeübertragung. Hier hilft erstmal Reinigen - wenn’s nach dem Reinigen nicht besser wird, wechseln.

Vergleich: Alte rissige Saunasteine mit Kalkablagerungen (links) neben neuen glatten Olivin-Diabas-Steinen (rechts)
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Wechselintervalle nach Nutzung (Tabelle)

Nutzung Typisches Intervall Prüfintervall
Heimsauna, 1× pro Woche Alle 2 - 3 Jahre Jährlich prüfen
Heimsauna, 2 - 3× pro Woche Alle 1 - 2 Jahre Halbjährlich prüfen
Heimsauna, täglich Alle 6 - 12 Monate Alle 3 Monate prüfen
Öffentliche Sauna / Gewerblich Alle 3 - 6 Monate Monatlich prüfen
Rauchsauna / Holzofen Alle 6 - 12 Monate Alle 3 Monate prüfen

Wichtig: Das sind Richtwerte. Der tatsächliche Zustand entscheidet - nicht der Kalender. Prüf deine Steine mit der 5-Punkte-Checkliste oben.

Saunasteine reinigen: So geht’s richtig

Bevor du direkt neue Steine kaufst - manchmal reicht eine gründliche Reinigung. So gehst du vor:

Methode 1: Wasser + Bürste (Standard)

  1. Steine aus dem Ofen nehmen (kalt! mindestens 12 Stunden abkühlen lassen)
  2. Jeden Stein unter fließendem Wasser mit einer harten Bürste abschrubben
  3. Kalkablagerungen mit Essigwasser (1:3 verdünnt) einweichen, 30 Minuten, dann abspülen
  4. Steine komplett trocknen lassen (24 Stunden an der Luft)
  5. Ofen-Innenraum aussaugen (Staub, Krümel, Abrieb)
  6. Steine zurücklegen, fertig
Saunasteine reinigen: Ein Saunastein wird unter fließendem Wasser mit einer harten Bürste von Kalkablagerungen befreit

Methode 2: Ausglühen (für hartnäckige Ablagerungen)

Die Sauna einmal leer auf Maximum hochheizen (ohne Aufguss). Dadurch verbrennen organische Rückstände auf den Steinen. Danach abkühlen lassen und lose Teile entfernen.

Was du NICHT tun solltest: Keine Chemie, kein Spülmittel, keinen Hochdruckreiniger. Die Steine nehmen chemische Rükstände auf und gasen sie beim nächsten Saunagang wieder aus. Das willst du nicht einatmen. Für natürliche Düfte beim Aufguss gibt es bessere Lösungen - zum Beispiel ätherische Öle richtig dosiert.

Schritt-für-Schritt: Saunasteine wechseln

  1. Sauna komplett abkühlen lassen - mindestens 12 Stunden, besser 24. Nie heiße Steine anfassen.
  2. Alte Steine einzeln herausnehmen. Prüf dabei jeden Stein: Risse? Krümel? Noch hart? Gute Steine kannst du behalten.
  3. Ofen-Innenraum reinigen. Staub absaugen, Abrieb entfernen. Heizstäbe auf Beschädigungen prüfen.
  4. Neue Steine waschen. Auch neue Steine unter fließendem Wasser abspülen - sie haben Produktionsstaub.
  5. Steine schichten (siehe nächster Abschnitt).
  6. Probelauf. Sauna einmal leer auf Betriebstemperatur hochheizen, 30 Minuten laufen lassen. Dann erst normal nutzen. Wie lange dein erster Saunagang danach dauern sollte, erfährst du im Ratgeber Wie lange in die Sauna.

5 Fehler beim Saunasteine-Wechseln

Fehler Warum das schlecht ist Besser so
Steine zu dicht packen Luft zirkuliert nicht, Ofen überhitzt Lose schichten, Lücken lassen
Zu kleine Steine verwenden Fallen zwischen die Heizstäbe, blockieren Luftstrom Unten große (8 - 15 cm), oben kleinere (5 - 8 cm)
Heiße Steine anfassen Verbrennungsgefahr, Steine können brechen Mindestens 12 Stunden abkühlen lassen
Billige No-Name-Steine kaufen Können Schadstoffe enthalten, splittern schnell Zertifizierte Saunasteine vom Fachhändler
Alte + neue Steine wild mischen Unterschiedliche Wärmeausdehnung → Rissbildung Gleiche Steinart verwenden oder komplett tauschen

Welche Saunasteine sind die besten?

Steinart Haltbarkeit Wärmespeicherung Preis Geeignet für
Olivin-Diabas Sehr hoch Sehr gut Mittel Alle Saunaöfen (Empfehlung)
Peridotit Hoch Gut Mittel - Hoch Finnische Sauna, Holzofen
Vulkanit Mittel Gut Günstig Elektroofen, Einsteiger
Granit (Kernosit) Mittel Sehr gut Günstig Große Öfen, Aufguss-Sauna
Speckstein Hoch Hervorragend Hoch Premium-Saunen, Dampfsauna

Meine Empfehlung: Olivin-Diabas. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, lange Haltbarkeit, verträgt Aufgüsse gut. Wenn du regelmäßig aufgießt, willst du Steine die Wasser gleichmäßig verdampfen lassen - und da sind Olivin-Diabas und Peridotit vorne.

Saunasteine richtig schichten

Die Schichtung ist genauso wichtig wie die Steinqualität. Falsch geschichtet heißt: Ofen überhitzt, Heizstäbe gehen kaputt, Aufguss verdampft ungleichmäßig.

Grundregel: Groß unten, klein oben

  • Unterste Schicht (direkt auf/zwischen Heizstäbe): Große Steine, 8 - 15 cm Durchmesser. Lose legen, nicht pressen. Es müssen Lücken bleiben, durch die Luft strömen kann.
  • Mittlere Schicht: Mittelgroße Steine, 5 - 10 cm. Die Lücken der unteren Schicht teilweise überdecken, aber nicht komplett verschließen.
  • Obere Schicht: Kleinere Steine, 5 - 8 cm. Hier gießt du dein Aufgusswasser drauf - diese Steine müssen gut Hitze speichern.
Saunasteine richtig geschichtet: Große Steine unten um die Heizstäbe, mittelgroße in der Mitte, kleine oben - mit Luftlücken dazwischen

Wichtig bei Elektroöfen

Steine dürfen die Heizstäbe nicht einklemmen. Die Stäbe müssen sich frei ausdehnen können. Drück keine Steine zwischen die Stäbe - leg sie locker drumherum und darüber.

Häufige Fragen zu Saunasteinen

Wie oft sollte ich Saunasteine wechseln?

Bei normaler Heimsauna-Nutzung (1 - 2× pro Woche) alle 1 - 2 Jahre. Bei täglicher Nutzung alle 6 - 12 Monate. Prüf den Zustand regelmäßig - Risse, Krümel und schrumpfende Steine sind klare Zeichen.

Kann ich Saunasteine im Baumarkt kaufen?

Ja, viele Baumärkte führen Saunasteine. Achte auf die Kennzeichnung: Sie sollten explizit als Saunasteine deklariert sein. Keine Zierkiesel, keine Gartensteine - die können beim Erhitzen platzen.

Wie viel Kilo Saunasteine brauche ich?

Das hängt vom Ofen ab. Die meisten Heimsaunaöfen fassen 15 - 30 kg Steine. Schau in die Bedienungsanleitung deines Ofens - dort steht die exakte Füllmenge. Zu viel ist genauso schlecht wie zu wenig.

Kann ich verschiedene Steinarten mischen?

Besser nicht. Unterschiedliche Steinarten haben unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten. Das kann dazu führen, dass einzelne Steine schneller reißen. Bleib bei einer Sorte.

Machen die Steine einen Unterschied beim Saunaaufguss?

Absolut. Gute Steine speichern mehr Hitze und verdampfen das Aufgusswasser gleichmäßiger - das ergibt weicheren, angenehmeren Dampf. Mehr dazu in unserem Ratgeber Saunaaufguss selber machen. Kaputte Steine erzeugen ungleichmäßigen Dampf und der Aufguss fühlt sich „dünn“ an.

Übrigens: Für den perfekten Aufguss-Duft sind Sencify Saunadrops die einfachste Lösung. Ein Drop in 1,5 Liter Wasser auflösen, 2 - 3 Minuten warten, umrühren - und dein Aufguss duftet genau richtig. Kein Dosieren, kein Ölfilm auf den Steinen.

Sind teure Saunasteine wirklich besser?

Nicht automatisch. Olivin-Diabas liegt preislich im Mittelfeld und ist für die meisten Saunen die beste Wahl. Speckstein kostet mehr und lohnt sich vor allem bei Premium-Saunen mit niedrigeren Temperaturen (Dampfsauna). Wichtiger als der Preis ist die Qualität und die richtige Steinart für deinen Ofen.

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