Saunadrops: Der Saunaaufguss zum Einwerfen

Mann entspannt auf Holzbank in traditioneller finnischer Sauna mit dampfenden Saunasteinen und warmem Licht

Für was ist Sauna gut? 5 Gründe, warum ich drauf schwöre

Christian Reindl

Hi, ich bin Christian von Sencify aus dem Bayerischen Wald und die Sauna ist für mich seit über 10 Jahren der absolute Rückzugsort für Körper und Kopf. Die Frage, für was Sauna gut ist, höre ich fast täglich in meinen Gesprächen mit anderen Saunafans und Wellnesshotel-Gästen. Meine ehrliche Antwort: Für fast alles, was dich fit, entspannt und gesund hält.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten richtigen Saunabesuch vor etwa einem Jahrzehnt. Damals dachte ich, Schwitzen sei einfach nur Schwitzen. Heute weiß ich es besser. Nach hunderten Saunagängen in meiner eigenen Test-Sauna und zahllosen Besuchen in Wellnesshotels hier im Bayerischen Wald kann ich dir aus erster Hand berichten, was regelmäßiges Saunieren wirklich mit deinem Körper macht. Und finnische Langzeitstudien bestätigen das, was ich selbst erfahren habe.

Für was ist Sauna gut? Die kurze Antwort zuerst

Saunaaufguss mit Wasser auf heißen Saunasteinen und aufsteigendem Dampf in finnischer Sauna

Ich mache es kurz: Sauna ist gut für dein Herz, dein Immunsystem, deine Haut, deine Muskeln und vor allem für deinen Kopf. Die finnische KIHD-Studie unter Leitung von Dr. Jari Laukkanen hat über 20 Jahre hinweg bewiesen, dass Menschen, die vier bis sieben Mal pro Woche saunieren, ein um 63 Prozent geringeres Risiko für plötzlichen Herztod haben als diejenigen, die nur einmal wöchentlich in die Sauna gehen. Das sind keine Marketing-Versprechen, das sind knallharte Zahlen aus einer der größten Saunastudien weltweit.

Was mich persönlich am meisten beeindruckt hat: Schon nach meinen ersten regelmäßigen Saunawochen fühlte ich mich morgens fitter und hatte das ganze Jahr über deutlich weniger mit Erkältungen zu kämpfen. Mittlerweile bin ich seit anderthalb Jahren ohne nennenswerte Erkältung unterwegs.

Die 5 wichtigsten Bereiche, in denen Sauna wirkt

Lass mich dir die Hauptwirkungsfelder zeigen, bevor wir tiefer einsteigen:

Bereich Was passiert in der Sauna Mein Praxis-Tipp
Herz & Kreislauf Gefäße erweitern sich, Herzfrequenz steigt, Training für das Herz 2 bis 3 Saunagänge pro Besuch, nie übertreiben
Immunsystem Mehr weiße Blutkörperchen, bessere Schleimhautdurchblutung Mindestens 1x pro Woche, konsequent durchhalten
Psyche & Stress Endorphine werden freigesetzt, Cortisol sinkt Handy weg, bewusst atmen, Ruhezeit genießen
Haut & Muskeln Poren öffnen sich, Durchblutung steigt, Muskeln entspannen Nach dem Sport 30 Min warten, dann ab in die Sauna
Schlaf Körpertemperatur reguliert sich, tiefere Schlafphasen Saunagang 2 bis 3 Stunden vor dem Schlafengehen

Warum die Studien aus Finnland so wichtig sind

Wenn es um Sauna-Forschung geht, führt kein Weg an Finnland vorbei. Das Land hat mehr Saunen als Autos und die Finnen saunieren im Schnitt zwei bis drei Mal pro Woche. Dr. Jari Laukkanen von der University of Eastern Finland in Kuopio hat mit seinem Team über 2.300 finnische Männer mehr als 20 Jahre lang begleitet. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Wer länger als 19 Minuten pro Gang in der Sauna verbrachte, hatte ein um 52 Prozent geringeres Risiko für einen tödlichen Herzinfarkt. Das Gefäßtraining durch den Wechsel zwischen Hitze und Kälte ist echtes Cardio-Training ohne Joggen.

Sauna für Herz und Kreislauf: Das unterschätzte Training

Ich höre oft: Ist Sauna nicht gefährlich fürs Herz? Die Antwort ist ein klares Nein, zumindest für gesunde Menschen. Bei 80 bis 100 Grad Celsius muss dein Herz bis zu dreimal mehr Blut durch die Adern pumpen als normalerweise. Das klingt anstrengend, ist aber vergleichbar mit einem moderaten Spaziergang. Der entscheidende Unterschied: Deine Blutgefäße erweitern sich gleichzeitig durch die Hitze, sodass der Blutdruck nicht in die Höhe schießt.

❓ Kann ich mit Bluthochdruck in die Sauna gehen?

Diese Frage bekomme ich ständig gestellt. Bei gut eingestelltem Bluthochdruck spricht aus medizinischer Sicht nichts gegen moderate Saunagänge. Im Gegenteil: Langfristig kann regelmäßiges Saunieren den Blutdruck sogar stabilisieren. Aber Achtung: Bei unkontrolliertem Bluthochdruck oder nach einem frischen Herzinfarkt ist das Eiswasserbecken tabu und vorher immer mit dem Arzt sprechen. Mehr dazu in meinem ausführlichen Artikel zu Sauna bei Bluthochdruck.

Wie das Gefäßtraining funktioniert

Stell dir deine Blutgefäße wie einen Gartenschlauch vor. Wenn du regelmäßig saunierst, werden sie elastischer und können sich schneller an Temperaturwechsel anpassen. Die Anpassungsfähigkeit deiner Gefäße verbessert sich messbar und langfristig sinkt sogar die Körperkerntemperatur ein wenig. Das ist der Grund, warum eingefleischte Saunagänger im Winter weniger frieren als andere.

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Sauna für das Immunsystem: Kann die Hitze wirklich abhärten?

Frau trinkt Wasser nach dem Saunagang im Ruhebereich eines Wellnessbereichs für optimale Regeneration

Kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen. Drei Viertel aller erwachsenen Deutschen saunieren unter anderem, um Erkältungen vorzubeugen. Und tatsächlich: Die Studienlage deutet darauf hin, dass regelmäßige Saunabesuche das Risiko für Atemwegsinfekte senken können. Finnische Forscher haben beobachtet, dass häufiges Saunieren im mittleren Alter die Anfälligkeit für Lungenentzündungen deutlich reduziert.

Was in deinem Körper passiert

Wenn du in der Sauna sitzt, steigt deine Körpertemperatur um ein bis zwei Grad. Das versetzt deinen Körper in einen Zustand, der einem leichten Fieber ähnelt. Und genau das regt deine Abwehrkräfte an. Die Durchblutung in deinem Nasen-Rachen-Raum erhöht sich, wodurch mehr Immunzellen an die Frontlinie kommen. Außerdem steigt die Produktion von Immunglobulin A, das Krankheitserreger bereits an den Schleimhäuten abfängt.

Die befeuchteten Schleimhäute sind übrigens ein oft übersehener Bonus. Gerade im Winter trocknen unsere Atemwege durch die Heizungsluft aus und werden anfälliger für Viren. Ein regelmäßiger Saunagang wirkt dem entgegen.

Mein ehrlicher Erfahrungsbericht nach 10 Jahren

Ich will dir nichts vormachen: Die ersten Monate wirst du vielleicht trotzdem mal krank. Der sogenannte Sauna-Effekt, also die spürbare Abhärtung, tritt nach meiner Erfahrung erst nach etwa sechs Wochen ein und auch nur, wenn du mindestens einmal pro Woche drei Durchgänge machst. Aber wenn du dranbleibst, wirst du den Unterschied merken. In meinem Guide zum idealen Sauna-Rhythmus erkläre ich genau, wie du die optimale Frequenz für dich findest.

❓ Kann ich mit einer beginnenden Erkältung noch in die Sauna?

Das ist eine der häufigsten Fragen überhaupt. Meine klare Antwort: Bei Fieber, Gliederschmerzen oder starkem Unwohlsein gehörst du ins Bett, nicht in die Sauna. Bei einem leichten Kratzen im Hals ohne Fieber kann eine milde Bio-Sauna helfen, weil die warme, feuchte Luft die lokale Immunabwehr unterstützt. Aber bitte nicht die klassische 90-Grad-Sauna, das ist zu viel Stress für einen angeschlagenen Körper. Mehr Details findest du in meinem Artikel zur Sauna bei Erkältung.

Sauna für die Psyche: Warum Schwitzen glücklich macht

Jetzt wird es spannend, denn hier kann ich aus vollem Herzen sprechen. Nach einem langen Arbeitstag gibt es für mich nichts Besseres als 15 Minuten in der Hitze gefolgt von einer kalten Dusche. Der Kopf wird frei, die Gedanken sortieren sich und dieser angenehme Zustand der Erschöpfung stellt sich ein, den nur Saunagänger kennen.

Die Wissenschaft hinter dem Sauna-High

Die Hitze ist Stress für deinen Körper, aber positiver Stress. Dein Gehirn reagiert darauf mit der Ausschüttung von Endorphinen, den natürlichen Glückshormonen. Gleichzeitig sinkt der Cortisol-Spiegel, also dein Hauptstresshormon. Eine Studie der University of California zeigte, dass bereits eine einzige Infrarot-Sauna-Sitzung die Depressionssymptome bei Probanden um etwa 50 Prozent reduzierte. Noch beeindruckender: Die Wirkung hielt bis zu sechs Wochen an.

Regelmäßige Saunagänger berichten von weniger Angstgefühlen, besserer Stimmung und einem allgemeinen Gefühl von innerem Frieden. In meinem Artikel über Sauna bei Depressionen gehe ich tiefer auf dieses Thema ein.

Der unterschätzte Faktor: Soziale Interaktion

In Finnland ist die Sauna ein Ort der Begegnung. Geschäfte werden dort abgeschlossen, Familien treffen sich zum gemeinsamen Schwitzen, Freundschaften werden vertieft. Auch wenn wir in Deutschland eher die stille Variante bevorzugen, unterschätze nicht den sozialen Aspekt. Ein gemeinsamer Saunabesuch mit Freunden oder dem Partner stärkt Beziehungen und gibt dir das Gefühl von Zugehörigkeit, was wiederum enorm wichtig für die psychische Gesundheit ist.

Sauna für besseren Schlaf: Meine Abendroutine

83 Prozent der Befragten in einer Studie berichteten von besserem Schlaf nach regelmäßigem Saunieren. Das deckt sich komplett mit meiner eigenen Erfahrung. An Tagen, an denen ich abends in die Sauna gehe, schlafe ich schneller ein und wache erholter auf.

Warum das funktioniert

In der Sauna steigt deine Körperkerntemperatur an. Wenn du danach abkühlst, sinkt sie unter das normale Niveau. Dieser Temperaturabfall signalisiert deinem Körper: Jetzt ist Schlafenszeit. Der gleiche Mechanismus funktioniert übrigens auch bei einem warmen Bad vor dem Schlafengehen, aber die Sauna ist effektiver.

Eine einzelne Sauna-Sitzung kann die Tiefschlafphase um bis zu 70 Prozent verbessern. Das ist die Phase, in der sich dein Körper regeneriert, Zellen repariert werden und das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet. Mein Tipp: Sauniere zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen, nicht direkt davor. Dein Körper braucht Zeit, um wieder runterzukommen. Meine komplette Abendroutine für besseren Schlaf durch Sauna findest du in einem separaten Artikel.

Sauna für Haut und Muskeln: Der Beauty-Effekt

Viele meiner Kundinnen und Kunden kommen wegen des Hauterlebnisses zur Sauna. Und tatsächlich: Nach einem gründlichen Schwitzen fühlt sich die Haut samtweich und porentief sauber an. Die Poren öffnen sich in der Wärme, Talg und Schmutz können sich lösen, die Durchblutung sorgt für einen frischen Teint.

Was Sportler wissen sollten

Nach einem intensiven Training ist die Sauna perfekt, um die Regeneration zu beschleunigen. Die Wärme fördert die Durchblutung der beanspruchten Muskulatur und hilft beim Abtransport von Stoffwechselprodukten. Viele Leistungssportler schwören darauf und gehen nach jedem Training zum Abschluss in die Sauna. Ich mache das genauso und habe seitdem deutlich weniger mit Muskelkater zu kämpfen.

Aber Achtung: Geh nicht direkt nach dem Workout in die Sauna. Dein Körper braucht erst etwa 30 Minuten, um sich etwas abzukühlen und den Puls zu normalisieren. Dehydriert in die Hitze zu gehen, ist ein Rezept für Kreislaufprobleme. Mehr dazu in meinem Artikel zur Sauna nach dem Sport.

Mein persönlicher Beauty-Hack

Ich kombiniere meinen Saunabesuch gerne mit einem Salzpeeling zwischen den Gängen. Das entfernt abgestorbene Hautzellen und regt die Durchblutung zusätzlich an. Danach eine gute Feuchtigkeitspflege und die Haut strahlt für Tage. Manche schwören auch auf Honig in der Sauna, was tatsächlich einen tollen pflegenden Effekt hat.

Weitere Wellness-Routinen, die perfekt zur Sauna passen

Sauna ist großartig, aber in Kombination mit anderen gesunden Gewohnheiten entfaltet sie ihr volles Potenzial. Hier sind einige Routinen, die ich persönlich in meinen Alltag integriert habe:

Bewegung und frische Luft

Ein Spaziergang im Tageslicht, besonders morgens, macht den Kopf frei und tankt Energie. Kombiniere das mit regelmäßigen Dehnübungen nach langem Sitzen und du wirst dich beweglicher fühlen. Barfußlaufen auf verschiedenen Untergründen stärkt übrigens die Wahrnehmung deiner Füße und wird von vielen als erdend empfunden.

Bewusste Ernährung und Hydration

Vor und nach der Sauna ausreichend Wasser trinken ist Pflicht. Aber auch generell hilft eine gute Flüssigkeitsaufnahme, sich frischer und konzentrierter zu fühlen. Nimm dir Zeit für deine Mahlzeiten und kaue bewusst, das verbessert das Sättigungsgefühl enorm. Bitterstoffe aus Rucola, Radicchio oder Grapefruit können das Wohlbefinden nach dem Essen steigern.

Die Wechseldusche als Mini-Sauna für jeden Tag

An Tagen, an denen ich nicht in die Sauna komme, nutze ich die Wechseldusche. Der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser wirkt belebend und sorgt für sofortige Frische. Warum das Abkühlen so wichtig ist, erkläre ich in einem eigenen Artikel.

Fazit und wichtige Sicherheitshinweise

Infografik zeigt die positiven Wirkungen der Sauna auf verschiedene Körperbereiche wie Herz, Immunsystem, Haut und Psyche

Für was ist Sauna gut? Für dein Herz, dein Immunsystem, deine Psyche, deinen Schlaf, deine Haut und deine Muskeln. Die wissenschaftliche Evidenz aus finnischen Langzeitstudien ist beeindruckend und deckt sich mit meiner persönlichen Erfahrung aus über einem Jahrzehnt regelmäßigem Saunieren.

Aber ich möchte ehrlich sein: Sauna ist kein Wundermittel und ersetzt keinen Arzt. Sie ist ein wertvoller Baustein in einem gesunden Lebensstil, nicht mehr und nicht weniger. Die besten Ergebnisse erzielst du mit Regelmäßigkeit, mindestens einmal pro Woche über mehrere Monate hinweg.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Vorerkrankungen wie Herzproblemen, unkontrolliertem Bluthochdruck, akuten Infekten oder Fieber solltest du vor dem Saunabesuch immer einen Arzt konsultieren. Schwangere und Personen mit chronischen Erkrankungen sprechen am besten ebenfalls mit ihrem Arzt. Höre auf deinen Körper und übertreibe es nicht, besonders als Anfänger.

Wenn du noch Fragen hast oder deine eigenen Sauna-Erfahrungen teilen möchtest, schreib mir gerne. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

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