Auswahl ätherischer Öle in braunen Apothekerfläschchen mit Zitrone Fichte und Lavendel neben Saunaeimer für den perfekten Saunaaufguss

Welches Öl für Saunaaufguss? Der ultimative Guide

Christian Reindl

Hi, ich bin Christian aus Vohenstrauß und kenne mich in Sachen Sauna bestens aus. Welches Öl für Saunaaufguss das richtige ist, entscheidet sich an drei Faktoren: der Qualität des Produkts, der korrekten Dosierung und der gewünschten Wirkung auf Körper und Geist. Viele machen hier gravierende Fehler und wundern sich dann über Kopfschmerzen nach dem Saunagang.

Ich selbst habe diesen Fehler am Anfang auch gemacht. Im Baumarkt schnell eine Flasche "Saunaduft Fichtennadel" für 3,99 Euro mitgenommen. Das Ergebnis war ein beißender Geruch, tränende Augen und pochender Schädel am nächsten Morgen. Erst später habe ich verstanden, dass ich mir im Grunde einen Chemiecocktail über die Steine gekippt hatte. Der Unterschied zwischen echtem ätherischen Öl und synthetischem Duftöl ist wie der zwischen frisch gepresstem Orangensaft und billiger Brause mit Aroma.

Welches Öl für Saunaaufguss ist das beste?

Nur 100% naturreine ätherische Öle gehören in den Saunaaufguss. Alles andere ist Chemie, die du bei 80 bis 100 Grad einatmest. Das klingt nicht nur unappetitlich, es kann auch richtig unangenehm werden.

Die Bezeichnung "ätherisches Öl" allein sagt noch nichts über die Qualität aus. Es gibt vier Kategorien, die du kennen solltest:

Naturreine Öle werden direkt aus der Pflanze destilliert und enthalten ausschließlich die Inhaltsstoffe der namensgebenden Pflanze. Das ist die einzige Kategorie, die ich für die Sauna empfehle.

Natürliche Öle bestehen aus Kombinationen verschiedener naturreiner Öle und enthalten keine künstlichen Zusätze. Diese sind akzeptabel, aber achte auf die genaue Zusammensetzung.

Naturidentische Öle ahmen den Geruch natürlicher Öle nach und werden im Labor hergestellt. Sie riechen ähnlich, haben aber keine der wohltuenden Eigenschaften echter Pflanzenextrakte.

Synthetische Öle werden komplett künstlich produziert und haben oft gar keine natürliche Vorlage. Diese Produkte werden häufig als "Duftöl" oder "Parfümöl" verkauft und sind für die Sauna absolut ungeeignet.

❓ Kann man wirklich jedes ätherische Öl für die Sauna verwenden?

Nein, nicht jedes. Selbst bei naturreinen Ölen gibt es Einschränkungen. Hautreizende Öle wie Zimt, Nelke oder Oregano können die Schleimhäute angreifen. Duftlampenöle enthalten oft Paraffinzusätze und gehören definitiv nicht in die Sauna. Achte beim Kauf auf folgende Hinweise: den botanischen Namen der Pflanze, das Herkunftsland, die Gewinnungsart und idealerweise ein Bio oder Naturkosmetik Siegel wie NaTrue oder COSMOS.

Ist es gesund, Öle einzuatmen?

Ja, wenn es sich um hochwertige naturreine Öle handelt. Die Aromatherapie nutzt seit Jahrhunderten die Kraft der Pflanzenextrakte. Die Wirkstoffe gelangen über die Nase direkt ins limbische System, das für Gefühle und Erinnerungen zuständig ist.

Synthetische Duftstoffe belasten dagegen die Atemwege. In Foren lese ich regelmäßig von Saunagängern, denen von künstlichen Ölen übel wurde. Die Symptome reichen von Kopfschmerzen über Übelkeit bis hin zu Hustenreiz. Bei 80 Grad in der Sauna werden chemische Verbindungen freigesetzt, die bei Raumtemperatur gebunden bleiben. Du atmest also Stoffe ein, die im Originalprodukt gar nicht spürbar waren.

Die positive Wirkung echter ätherischer Öle auf das Wohlbefinden ist dagegen gut dokumentiert. Eukalyptus öffnet die Atemwege, Lavendel beruhigt, Zitrusdüfte heben die Stimmung. Das funktioniert aber nur mit echten Pflanzenextrakten.

Wo Saunaaufguss kaufen?

Finger weg vom Baumarkt Billigregal. Dort findest du zu 90 Prozent synthetische Produkte mit irreführenden Namen wie "Waldfrische" oder "Entspannung Pur". Diese kosten wenig und liefern entsprechend minderwertige Qualität.

Kaufe stattdessen in Apotheken, Reformhäusern oder direkt beim Hersteller. Dort bekommst du Beratung und kannst die Inhaltsstoffe prüfen. Ja, echte ätherische Öle sind teurer. Aber sie sind auch viel ergiebiger, weil sie intensiver duften. Ein paar Tropfen genügen, während du vom Billigprodukt die halbe Flasche brauchst.

Mein Tipp: Achte auf die Angabe "100% naturrein" oder "100% pure essential oil" auf der Verpackung. Diese Bezeichnungen sind geschützt und garantieren echte Pflanzenextrakte.

Die besten Öle und ihre Wirkung

Die Klassiker unter den Saunaölen lassen sich in drei Kategorien einteilen: Nadelholzdüfte für die Atemwege, Zitrusdüfte für die Stimmung und Kräuterdüfte für die Entspannung. Je nach Tageszeit und Befinden wähle ich unterschiedliche Aromen.

Morgens greife ich zu belebenden Düften wie Pfefferminze oder Rosmarin. Abends sind Lavendel oder Zirbe meine Favoriten für einen ruhigen Ausklang. Nach dem Sport nutze ich gerne Eukalyptus oder Fichte, um tief durchzuatmen.

Für die Atemwege

Fichte, Kiefer und Eukalyptus sind die Könige der Atemwegsdüfte. Sie öffnen die Bronchien und vermitteln das Gefühl, im Wald spazieren zu gehen. Besonders in der Erkältungszeit sind diese Öle beliebt.

Kiefernöl wird aus den Nadeln gewonnen und hat einen frischen, harzigen Duft. Es wirkt befreiend auf die Atemwege und bringt den Kreislauf in Schwung. Eukalyptus ist noch intensiver und hat einen kühlenden Effekt. Bei verstopfter Nase ist er mein erster Griff. Latschenkiefer riecht würzig und waldig und kann bei Verspannungen wohltuend wirken.

Wenn du dich fragst, welche Düfte bei Erkältung besonders gut tun, empfehle ich die Kombination aus Eukalyptus und Pfefferminze. Aber Achtung: Bei Menthol und Minze ist weniger mehr. Überdosierung führt zu Tränenfluss und Brennen in den Augen.

Für die Stimmung

Orange und Zitrone sind natürliche Stimmungsaufheller. Ihr fruchtiger Duft vertreibt trübe Gedanken und bringt Leichtigkeit in den Saunagang. Kein Wunder, dass Zitrusöle zu den beliebtesten Saunadüften überhaupt gehören.

Orangenöl wirkt besonders stimmungsaufhellend und wärmend. Es erinnert an Sonnenschein und macht gute Laune. Zitrone ist erfrischender und belebender, ideal für den Morgen oder nach einem anstrengenden Tag. Grapefruit kombiniert beide Eigenschaften und hat zusätzlich eine leicht anregende Wirkung auf die Konzentration.

Ein kleiner Hinweis aus der Praxis: Bei Zitrusölen können mit der Zeit Rückstände auf den Steinen entstehen, weil sie Bestandteile der Fruchtschale enthalten. Wer das vermeiden will, nutzt einen separaten Aromabehälter über dem Ofen.

Kann man Teebaumöl verwenden?

Ja, Teebaumöl ist hervorragend für die Sauna geeignet. Es wirkt stark antiseptisch und kann zur Reinigung der Atemwege beitragen. Der Duft ist allerdings medizinisch und nicht jedermanns Sache.

Ich empfehle, Teebaumöl mit anderen Düften zu mischen, um den intensiven Geruch abzumildern. Eine Kombination mit Zitrone oder Eukalyptus funktioniert sehr gut. So profitierst du von der klärenden Wirkung, ohne dass die Sauna wie eine Arztpraxis riecht.

Dosierung und Mischen: Wie viel ist zu viel?

Die Faustregel lautet: 3 bis 8 Tropfen ätherisches Öl auf einen Liter Wasser. Das klingt einfach, ist in der Praxis aber oft ein Graus. Wer schon mal in der dämmrigen Sauna versucht hat, Tropfen zu zählen, kennt das Problem.

Bei intensiven Ölen wie Pfefferminze oder Eukalyptus reichen 3 bis 5 Tropfen. Bei sanfteren Düften wie Lavendel oder Orange können es 5 bis 8 Tropfen sein. Eine Überdosierung erkennst du sofort: Die Augen tränen, der Hals kratzt, und statt Entspannung herrscht Fluchtinstinkt.

Für einen kompletten Saunagang brauchst du etwa 3 bis 5 Liter Aufgusswasser. Das bedeutet bei korrekter Dosierung zwischen 10 und 40 Tropfen pro Eimer. Viel Zählerei für ein bisschen Entspannung, wenn du mich fragst.

Wie mischt man Saunaaufguss?

Das Wichtigste zuerst: Niemals pures Öl auf die Steine geben. Ätherische Öle sind leicht entzündlich und können auf den bis zu 400 Grad heißen Steinen zu einer Stichflamme führen. Das ist keine Theorie, sondern passiert regelmäßig.

So geht es richtig: Fülle warmes Wasser in einen Saunaeimer. Gib die ätherischen Öle hinzu und rühre gut um. Da Öl und Wasser sich nicht mischen, schwimmen die Tropfen oben. Ein Spritzer Alkohol (Wodka funktioniert gut) hilft als Emulgator. Dann erst gießt du die Mischung vorsichtig über die Steine.

Eine detaillierte Schritt für Schritt Anleitung findest du in meinem Artikel wie ein Saunaaufguss richtig funktioniert. Dort erkläre ich auch die Wedeltechnik und das Timing.

Was besagt die 20-30-50-Regel?

Die 20-30-50-Regel stammt aus der Parfümerie und beschreibt das Verhältnis von Kopf-, Herz- und Basisnoten in einem Duft. 20 Prozent Kopfnote (flüchtig, erster Eindruck), 30 Prozent Herznote (charaktergebend) und 50 Prozent Basisnote (langanhaltend, tiefgründig).

In der Sauna kannst du diese Regel lockerer sehen. Hier verdampft alles sehr schnell, und die klassische Duftpyramide spielt eine untergeordnete Rolle. Trotzdem kann es interessant sein, Düfte zu kombinieren: Ein frischer Zitrusduft als Kopfnote, Lavendel als Herz und Zedernholz als Basis ergeben zusammen ein harmonisches Gesamtbild.

Mein Rat: Experimentiere mit deinen Lieblingsdüften. In der Sauna zählt dein persönlicher Geschmack mehr als jede Parfümerie-Formel.

Meine Lösung: Warum ich keine Tropfen mehr zähle

Nach Jahren des Tropfenzählens und gelegentlichen Überdosierens habe ich beschlossen, das Problem grundlegend zu lösen. Die Saunadrops sind meine Antwort auf die ewige Frage nach der richtigen Dosierung.

Aber bevor ich zu meiner Erfindung komme, muss ich über die Sicherheitsrisiken sprechen. Die werden nämlich viel zu oft unterschätzt.

Vorsicht: Explosionsgefahr

Ätherische Öle sind leicht entzündlich. Dieser Satz steht auf jeder Flasche, aber kaum jemand nimmt ihn ernst. Das solltest du aber, denn pures Öl auf 400 Grad heißen Steinen kann zu einer Stichflamme führen. Ich habe Berichte von Saunameistern gelesen, die das aus erster Hand erlebt haben.

Auch die Ölflasche selbst gehört nicht in die Sauna. Bei Hitze dehnt sich das Öl aus, der Druck steigt, und im schlimmsten Fall platzt die Flasche. Mische deinen Aufguss immer außerhalb der Kabine und bringe nur den fertigen Eimer mit hinein.

Noch ein Wort zu Handtüchern auf dem Ofen: Bitte nicht! Das ist Brandursache Nummer eins in privaten Saunen. Ein vergessenes Handtuch auf heißen Steinen kann innerhalb von Minuten Feuer fangen. Die Feuerwehr warnt regelmäßig davor, aber der Leichtsinn bleibt weit verbreitet.

Saunadrops: Die Revolution im Eimer

Die Lösung für alle Dosierungsprobleme heißt Saunadrops. Jeder Drop enthält exakt 4 ml naturreines ätherisches Öl in einer wasserlöslichen Hülle. Du wirfst ihn ins Aufgusswasser, er löst sich auf, fertig.

Hand hält einen Saunadrop über einen Wassereimer als einfache Alternative zum Tropfenzählen beim Saunaaufguss

Kein Tropfenzählen, kein Kleckern, keine Überdosierung. Die Menge ist perfekt abgestimmt für einen Aufguss. Das Öl verbrennt nicht, weil es gleichmäßig im Wasser verteilt ist. Und das Beste: Du kannst dich endlich auf das konzentrieren, wofür du in der Sauna bist. Entspannung.

Ich habe die Drops entwickelt, weil ich selbst genervt war vom ewigen Hantieren mit Fläschchen und Pipetten. In der Sauna will ich abschalten, nicht rechnen. Die wasserlösliche Folie ist übrigens aus PVA, dem gleichen Material wie bei Geschirrspültabs. Sie löst sich restlos auf und hinterlässt keine Rückstände.

🌿 Christians Fazit:

Welches Öl für Saunaaufguss das richtige ist, hängt von deinem Geschmack und deinen Bedürfnissen ab. Aber eines ist nicht verhandelbar: Es muss 100% naturrein sein. Synthetische Düfte haben in der Sauna nichts verloren. Achte auf die richtige Dosierung, mische immer außerhalb der Kabine, und wenn dir das alles zu kompliziert ist: Die Saunadrops nehmen dir die Arbeit ab und sorgen für perfekte Aufgüsse ohne Stress.


Wichtiger Hinweis: Ätherische Öle können allergische Reaktionen auslösen. Teste neue Düfte zunächst in geringer Dosierung. Schwangere, Asthmatiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten vor der Verwendung ärztlichen Rat einholen. Gieße niemals pures Öl auf heiße Steine (Brandgefahr!) und lagere Ölfläschchen außerhalb der Saunakabine. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung.

Häufige Fragen zu Saunaaufguss-Ölen

Welches Öl darf in die Sauna?

Nur 100% naturreine ätherische Öle sind für den Saunaaufguss geeignet. Achte auf die Bezeichnung "naturrein" oder "pure essential oil" auf der Verpackung. Synthetische Duftöle, Parfümöle oder naturidentische Öle gehören nicht in die Sauna, da sie bei Hitze problematische Stoffe freisetzen können.

Wie viele Tropfen ätherisches Öl auf 1 Liter Wasser?

Die Empfehlung liegt bei 3 bis 8 Tropfen pro Liter Aufgusswasser, je nach Intensität des Öls. Bei starken Düften wie Pfefferminze oder Eukalyptus reichen 3 bis 5 Tropfen. Bei milderen Aromen wie Orange oder Lavendel können es bis zu 8 Tropfen sein. Lieber weniger nehmen und bei Bedarf nachgießen.

Ist Bio-Öl besser als normales Öl?

Bio-zertifizierte ätherische Öle garantieren, dass die Pflanzen ohne Pestizide angebaut wurden. Das ist besonders beim Einatmen in der Sauna sinnvoll. Wichtiger als das Bio-Siegel ist jedoch die Angabe "100% naturrein". Ein nicht zertifiziertes naturreines Öl ist immer noch besser als ein bio-zertifiziertes synthetisches Produkt.

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