Saunakelle mit Wasser vor blauem Sommerhimmel symbolisiert Abkühlung.

Sauna im Sommer: Wahnsinn oder der ultimative Hitzeschutz?

Christian Reindl

Sauna im Sommer klingt verrückt, ist aber Hitzetraining. Wer regelmäßig 90 Grad in der Kabine erlebt, dessen Körper gewöhnt sich an Hitze: Das Plasmavolumen steigt und der Kreislauf wird bei Wärme weniger belastet, der Puls bleibt also ruhiger. Heiße Tage stecken viele Saunagänger dadurch gelassener weg. Der Effekt ist real, aber moderat, und das Ritual gehört im Sommer angepasst. Ich bin Christian von Sencify und sauniere seit über zehn Jahren, auch bei 30 Grad draußen. Hier liest du, was dran ist und wie du es richtig machst.

⏱️ Lesezeit: 4 Minuten
Was Sommer-Sauna bringt
  • Gewöhnung an Hitze (Akklimatisierung)
  • mehr Plasmavolumen, ruhigerer Puls
  • Hitze fühlt sich erträglicher an
Im Sommer anders machen
  • kürzer und seltener (1 bis 2 kurze Gänge)
  • mehr trinken
  • aktiv kalt abkühlen, frische Düfte
Inhalt
Helle Sommer-Sauna mit Eukalyptus, Minze und einem Glas kaltem Zitronenwasser

Warum Sauna bei Hitze Sinn macht

Der Trick heißt Hitzeakklimatisierung: Dein Körper passt sich an wiederkehrende Wärmereize an, ganz ähnlich wie Muskeln an Training. Die Forschung zur Sauna-Hitzeakklimatisierung zeigt vor allem zwei Effekte: Das Plasmavolumen steigt und der Kreislauf arbeitet bei Hitze ökonomischer, der Puls bleibt ruhiger (Pokora et al., IJERPH). Genau deshalb empfinden viele Saunagänger 30 Grad draußen nach 90 Grad in der Kabine als angenehm mild.

Ein verbreiteter Irrtum sei gleich ausgeräumt: Du schwitzt durch die Gewöhnung nicht weniger, im Gegenteil. Dein Körper kühlt effizienter, die Schweißproduktion setzt früher ein und arbeitet gezielter. Du verträgst die Hitze also besser, weil dein Kühlsystem schneller anspringt, nicht weil es abschaltet. Ehrlich gesagt ist der Effekt aber moderat und kein Hitzepanzer, an Extremtagen bleibt Hitze für jeden anstrengend.

Empfehlung vom Saunaexperten
Saunadrops Saunaaufguss mit ätherischen Ölen, 2 Saunaöl Sorten
Saunadrops – Vordosierter Saunaaufguss
★★★★★ (4,5) · 4 Bewertungen
19,90€29,90€-33%
12 Drops · Ab 0,83€ pro Aufguss · 100% natürlich
✓ Kostenloser Versand ab 50€
Jetzt entdecken ›

Klimaanlage und Sommergrippe

Den unterschätzten Stress im Sommer machen die Temperatursprünge: raus in die pralle Hitze, rein in den eiskalt klimatisierten Raum, und das mehrmals am Tag. Dieser ständige Wechsel fordert den Kreislauf, und genau diesen Wechsel zwischen warm und kalt trainierst du in der Sauna im Kleinen. Das kann dem Körper helfen, mit den Sprüngen besser umzugehen, ein Allheilmittel gegen die Sommergrippe ist es aber nicht.

Dazu kommt die trockene Luft aus Klimaanlagen, die die Nasenschleimhäute austrocknen kann, und trockene Schleimhäute sind anfälliger für Erreger. Die feuchte Saunawärme durchfeuchtet und durchblutet die Schleimhäute, was sie geschmeidig hält. Das ersetzt keine Erkältungsvorsorge, ist aber ein angenehmer Nebeneffekt, gerade in der Klimaanlagen-Saison.

Was sich durch Sommer-Sauna anpasst Plasmavolumensteigt Puls bei Hitzesinkt Schweißkühlungsetzt früher ein Der Körper kühlt effizienter, nicht weniger

So passt du dein Ritual an den Sommer an

Im Sommer sauniert man kürzer und seltener als im Winter. Dein Körper ist bei 30 Grad schon vorgewärmt, die Kabinenhitze trifft schneller, und der Kreislauf hat ohnehin mehr zu tun. Ein bis zwei kurze Gänge von acht bis zehn Minuten reichen völlig, statt der drei langen im Winter. Trink dabei mehr als sonst, am besten Wasser oder eine Schorle (warum Alkohol tabu ist, liest du in Sauna und Trinken).

Doppelt wichtig ist jetzt das Abkühlen, denn die warme Außenluft hilft nicht mit. Kaltes Wasser, Tauchbecken oder Schlauch sind im Sommer Pflicht, sonst kommt der Kreislauf nicht runter (mehr in richtig abkühlen). Beim Duft greife ich im Sommer zu frischem Eukalyptus oder Pfefferminze, das wirkt kühl auf der Haut. Ich nehme dafür vordosierte Saunadrops mit 6 ml Öl auf 1,5 Liter Wasser; die frischen Sorten findest du in der Saunaaufguss-Kollektion.

Sommer-Anpassung Warum Wann empfehlen wir das?
1 bis 2 kurze Gänge Körper ist vorgewärmt immer bei Außenhitze, Kreislauf schonen
Aktiv kalt abkühlen warme Luft kühlt nicht nach jedem Gang, im Sommer Pflicht
Mehr trinken, frische Düfte höherer Flüssigkeitsverlust an heißen Tagen, vor und nach dem Gang
💡 Mein Sauna-Tipp: Nach Sport oder Gartenarbeit gehe ich im Sommer nur einen einzigen kurzen Gang, dusche danach kalt und lege mich mit einer Schorle in den Schatten. Das erfrischt mehr als der Sprung in den Pool, und der Kreislauf bleibt stabil, weil ich es nicht übertreibe.

Hinweis: Bei extremer Hitze über 35 Grad oder bei Kreislaufproblemen ist beim Saunieren besondere Vorsicht geboten. Höre auf deinen Körper, trinke ausreichend und kühle konsequent ab. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Perfekt dosierter Saunaaufguss? · 12 Drops · ab 0,83€ pro Aufguss
Saunadrops testen ›

Häufige Fragen zu Sauna im Sommer

Warum sollte man im Sommer in die Sauna gehen?

Regelmäßiges Saunieren gewöhnt den Körper an Hitze: Das Plasmavolumen steigt und der Puls bleibt bei Wärme ruhiger. Dadurch fühlen sich heiße Tage für viele erträglicher an.

Wie viele Saunagänge sind bei Hitze sinnvoll?

Weniger ist mehr. Ein bis zwei kurze Gänge von acht bis zehn Minuten reichen, weil der Körper schon vorgewärmt ist. Längere Sessions belasten den Kreislauf bei Hitze unnötig.

Schwitzt man durch Sauna im Alltag weniger?

Nein, eher früher und effizienter. Die Akklimatisierung lässt deine Schweißkühlung schneller anspringen, du verträgst die Hitze dadurch besser, schaltest das Schwitzen aber nicht ab.

Schützt Sauna vor Sommergrippe?

Sie kann unterstützen, ist aber kein Garant. Der Heiß-Kalt-Wechsel trainiert die Anpassung an Temperatursprünge, und die feuchte Wärme hält die Schleimhäute geschmeidig.

Passend dazu aus meiner Sauna-Praxis:
Zurück zum Blog