Sauna und Haare: 5 Tricks gegen trockene Spitzen
Christian ReindlIst Sauna schlecht für die Haare? Was wirklich passiert
Erst die Entwarnung: Sauna ist nicht per se schlecht fürs Haar, aber die Bedingungen sind hart. In der Kabine herrscht Hitze und oft sehr trockene Luft, beides entzieht dem Haar Feuchtigkeit. Dazu kommt der Schweiß, der Salz auf Haar und Kopfhaut zurücklässt. Das Ergebnis sind trockene, strohige Spitzen und manchmal eine gereizte Kopfhaut. Besonders empfindlich reagiert langes, gefärbtes oder chemisch behandeltes Haar. Die gute Nachricht: Das ist kein Schicksal, sondern eine Frage des Schutzes. Die Wärme regt sogar die Durchblutung der Kopfhaut an und versorgt die Haarwurzeln. Wer sein Haar richtig behandelt, kann die Sauna also sogar als kleines Beauty-Treatment nutzen.
Haare in der Sauna schützen: Die 5 Tricks
Jetzt zum Wichtigsten. Diese fünf Tricks bringen dein Haar gesund durch jeden Saunagang:
- Kopf bedecken: Ein Saunahut aus Wollfilz isoliert Kopf und Haar und hält die Temperatur oft unter 50 Grad. Kein Hut da? Ein Handtuch-Turban tut es auch.
- Haare hochstecken: So ist weniger Fläche der heißen Luft ausgesetzt und die Spitzen liegen nicht auf dem heißen Holz.
- Vorher ölen: Zwei, drei Tropfen Kokos- oder Arganöl in die feuchten Längen - die Wärme macht daraus eine intensive Pflegekur.
- Schweiß ausspülen: Nach jedem Gang lauwarm ausspülen, damit das Salz nicht antrocknet und die Kopfhaut reizt.
- Farbe schützen: Gefärbtes Haar besonders bedecken, denn Hitze und Schweiß lassen die Farbe schneller verblassen.
Die richtige Pflege nach dem Saunagang
Nach dem letzten Gang ist die Pflege dran. Spül den Schweiß gründlich aus, am besten mit lauwarmem Wasser oder mildem Shampoo - aggressive Produkte braucht das beanspruchte Haar jetzt nicht. Wenn du vorher eine Ölkur drin hattest, wäschst du sie jetzt aus, und das Haar fühlt sich oft seidiger an als vorher. Gönn den Längen danach eine Spülung mit Aloe Vera, Sheabutter oder Kokosöl, das gibt Feuchtigkeit zurück und schließt die Schuppenschicht. Und zum Schluss: Lass die Haare möglichst an der Luft trocknen. Wer direkt danach heiß föhnt, setzt dem Haar den nächsten Hitzestress nach - schade um die Mühe.
| Schutz | Wirkung | Wann empfehlen wir das? |
|---|---|---|
| Saunahut (Wollfilz) | isoliert Kopf und Haar | Bester Schutz, für regelmäßige Saunierer |
| Handtuch-Turban | hält die Hitze ab | Wenn kein Hut zur Hand ist |
| Öl oder Kur vorher | schützt und pflegt wie eine Maske | Für trockenes, strapaziertes Haar |
| Haare hochstecken | weniger Angriffsfläche | Bei langem Haar, eigentlich immer |
💡 Mein Sauna-Tipp: Mach aus dem Schutz eine Kur: Gib vor dem Gang eine Portion Kokosöl in die Längen und steck die Haare unter den Saunahut. Die Wärme schleust die Pflege tief ins Haar, nach dem Ausspülen sind die Spitzen weicher als vorher.
Häufige Fragen zu Haaren in der Sauna
Trocknet die Sauna die Haare aus?
Die heiße, trockene Luft entzieht dem Haar Feuchtigkeit, deshalb wirken die Spitzen danach oft strohig. Mit Saunahut, hochgestecktem Haar und etwas Öl lässt sich das aber gut verhindern.
Was bringt ein Saunahut?
Ein Saunahut aus Wollfilz isoliert Kopf und Haare gegen die Hitze und hält die Temperatur am Kopf oft unter 50 Grad. Er schützt das Haar vorm Austrocknen und den Kreislauf vor Überhitzung.
Kann ich meine Haare in der Sauna pflegen?
Ja, sogar besonders gut. Eine Ölkur vor dem Gang zieht durch die Wärme tiefer ein als bei Zimmertemperatur. So wird der Saunagang zum kleinen Beauty-Treatment.
Schadet die Sauna gefärbten Haaren?
Hitze und Schweiß können die Farbe schneller verblassen lassen. Bedeck gefärbtes Haar mit einem Hut, spül den Schweiß aus und warte nach frischem Färben ein paar Tage.