Wärmetherapie in der Sauna, Rückenschmerzen und Rheumabeschwerden.

Sauna als Therapie: Wie Hitze bei Rheuma, Asthma und Hautproblemen hilft

Christian Reindl

Natürlich verspreche ich dir keine Wunderheilung – das wäre unseriös und falsch. Was ich dir aber zeigen kann, sind die Erfahrungen vieler Menschen, die mit Sauna bei Krankheiten positive Effekte erzielt haben. In meinen über zehn Jahren als leidenschaftlicher Saunagänger habe ich zahlreiche Geschichten gehört, die mich beeindruckt haben. Lass mich dir erklären, wie Wärme bei verschiedenen Beschwerden helfen kann und worauf du achten solltest.

Schmerzfrei bewegen: Die lindernde Wirkung bei Rheuma und Rückenleiden

Für viele Rheuma-Patienten ist die Sauna der einzige Ort, an dem sie kurzzeitig schmerzfrei sind. Ich habe das selbst miterlebt, als mir eine Frau mit rheumatischen Beschwerden erzählte, dass ihr die Sauna immer gut getan habe. Sie meinte, sie habe eher Probleme mit Kälte und gehe deshalb bevorzugt in die milde 60-Grad-Sauna.

Die Sauna bei Rheuma wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die Wärme entspannt die verkrampfte Muskulatur rund um die Gelenke, fördert die Durchblutung und kann Entzündungsstoffe schneller abtransportieren. Eine andere Betroffene berichtete mir, sie fühle sich nach dem Saunieren wie ein neuer Mensch – allerdings nur für ein paar Stunden. Diese ehrliche Einschätzung zeigt, dass Sauna keine dauerhafte Heilung bringt, aber sehr wohl eine spürbare Erleichterung im Alltag.

Warum Wärme Gelenkschmerzen und Steifheit blockiert

Die Hitze überlagert den Schmerzreiz an den Nervenenden und macht Gelenke beweglicher. Durch die starke Durchblutung werden Entzündungsstoffe schneller abtransportiert, was die typische Morgensteifheit lindern kann. Das Prinzip dahinter ist simpel: Wärme weitet die Blutgefäße und verbessert so die Versorgung des Gewebes.

Bei Sauna Gelenkschmerzen ist jedoch ein wichtiger Punkt zu beachten: In akuten Entzündungsphasen solltest du auf die Sauna verzichten. Medizinische Experten warnen, dass Hitze bei einem rheumatischen Schub kontraproduktiv sein und die Entzündung verstärken kann. Sobald der Schub abgeklungen ist, berichten viele Betroffene jedoch von gesteigerter Beweglichkeit und weniger Schmerzen durch regelmäßiges Saunieren.

❓ Doch was ist mit dem klassischen Volksleiden Rückenschmerzen – hilft die Sauna auch hier?

Tiefe Entspannung für den geplagten Rücken

Gegen chronische Rückenschmerzen wirkt die Sauna oft besser als manche Salbe. Die Wärme dringt tief in das Gewebe ein und löst verhärtete Muskelknoten, die oft die Ursache für den Schmerz sind. Ein begeisterter Saunagänger erzählte mir, er nutze jeden Morgen zwanzig Minuten Infrarot-Wärme, was seine Rückenschmerzen deutlich verringere.

Wärme gegen Rückenschmerzen funktioniert besonders gut, weil die Muskulatur sich in der Hitze entspannt und besser durchblutet wird. Sportler bestätigen, dass Wärme und anschließende Abkühlung Muskelkater vorbeugen und Verspannungen lösen. Ein regelmäßiger Saunabesucher beschrieb mir, seine Muskeln fühlten sich nach ein paar Wochen täglicher Sauna viel lockerer und weniger verspannt an.

Endlich durchatmen: Sauna als Training für Asthmatiker

Entgegen alter Mythen ist die Sauna für Asthmatiker oft eine Wohltat, kein Risiko. Viele Menschen mit Atemwegsproblemen berichten von positiven Erfahrungen, wobei die feuchte Hitze beim Aufguss besonders geschätzt wird. Die warme Luft in der finnischen Sauna gilt als gut geeignet, um die Atemwege zu öffnen.

Sauna unterstützt die Lungenfunktion und hilft Asthmatikern beim freien Atmen.

Die Sauna bei Asthma erfordert natürlich ein gewisses Maß an Vorsicht und Selbsteinschätzung. Menschen mit chronischen Atemwegsproblemen berichten gemischt über ihre Erfahrungen. Die heiße, trockene Luft finnischer Saunen kann die Bronchien zunächst reizen, aber die feuchte Hitze beim Aufguss mit ätherischen Ölen empfinden viele als befreiend.

Wie die Hitze die Bronchialmuskulatur entkrampft

Die warme Luft sorgt dafür, dass sich die verkrampften Muskeln um die Atemwege lockern. Viele Betroffene berichten, dass sie in der Kabine und danach deutlich tiefer und freier atmen können als draußen. Besonders bei beginnenden Erkältungssymptomen empfehlen einige einen Gang in die Bio-Sauna oder Kräuterdampfsauna.

Der Aufguss mit Mentholkristallen oder Eukalyptusöl verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Die ätherischen Dämpfe wirken inhalativ und können die Atemwege weiter öffnen. Allerdings solltest du extreme Kältereize beim Abkühlen meiden, wenn du empfindliche Bronchien hast.

Stärkung der Lunge gegen neue Infekte

Regelmäßiges Saunieren trainiert die Lungenkapazität und die Abwehrkräfte der Schleimhäute. Wer weniger anfällig für Erkältungen ist, erleidet auch seltener schwere Asthmaanfälle, die oft durch Infekte ausgelöst werden. Eine langjährige Saunagängerin berichtete mir, sie bekomme praktisch keine Erkältungen mehr, seitdem sie regelmäßig in die Sauna gehe.

Regelmäßiges Saunieren stärkt nachweislich das Immunsystem und kann die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte deutlich reduzieren.

Die Immunstärkung durch Sauna ist gut dokumentiert und ein wichtiger Faktor für Menschen mit empfindlichen Atemwegen. Der wiederholte Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung trainiert das Immunsystem ähnlich wie moderates Ausdauertraining den Körper.

Das Hautbild: Hoffnung bei Akne und Neurodermitis

Die Sauna kann problematische Haut beruhigen, wenn man ein paar Regeln beachtet. Sauna bei Krankheiten der Haut ist ein Thema, das viele Menschen beschäftigt, wobei die Erfahrungen überwiegend positiv ausfallen. Eine Beauty-begeisterte Saunagängerin schwärmte mir vor, Dampfbad und Sauna würden Wunder für die Haut wirken.

Die Haut wird von regelmäßigen Saunagängern oft als das Organ beschrieben, das am meisten von der Wärme profitiert. Durch das Schwitzen und die verbesserte Durchblutung wirkt der Teint frischer, wobei viele das Gefühl einer tiefen Hautreinigung beschreiben. Eine erfahrene Saunagängerin beschrieb ihre Haut nach dem Schwitzen als samtweich mit geöffneten Poren.

Porentiefe Reinigung gegen Unreinheiten und Akne

Das intensive Schwitzen spült Talgdrüsen durch und verhindert neue Verstopfungen. Da die Haut weicher wird, können Verhornungen sich lösen, was das Hautbild langfristig klärt und verfeinert. Die Poren öffnen sich in der Wärme, sodass Talg sich lösen kann.

Viele Saunagänger berichten von verbesserter Hautelastizität und einem weichen Hautgefühl nach dem Saunieren. Der sichtbare Glow nach dem Saunieren kommt von der verstärkten Durchblutung, die Sauerstoff ins Gesicht pumpt. Für Menschen mit zu Unreinheiten neigender Haut kann regelmäßiges Schwitzen also durchaus eine Verbesserung bringen.

❓ Aber was ist mit empfindlicher Haut wie bei Neurodermitis – ist Sauna da nicht zu aggressiv?

Linderung von Juckreiz bei Neurodermitis und Schuppenflechte

In schubfreien Phasen hilft die bessere Hautdurchblutung bei der Heilung und Pflege. Wichtig ist, den Schweiß danach sofort abzuduschen, damit das Salz die empfindliche Haut nicht reizt. Die Sauna bei Neurodermitis erfordert also etwas mehr Achtsamkeit, kann aber durchaus positive Effekte haben.

Ein kleiner Wermutstropfen kann sein, dass man durch die starke Hautdurchblutung manchmal ein Kribbeln oder Jucken spürt. Eine Betroffene erklärte mir, das liege an der Durchblutung und sei keine direkte Hautreizung. Dieses Saunajucken klingt meist nach kurzer Zeit wieder ab und ist unbedenklich. Für das optimale Dufterlebnis während des Aufgusses empfehle ich dir übrigens hochwertige Saunadrops, die mit präziser Dosierung sanft zu empfindlicher Haut sind.

Eine Finnin warnte mich allerdings, dass zu häufiges Saunieren auch zu Hautproblemen führen könne. Sie selbst bekomme einen leichten Ausschlag, wenn sie es übertreibe. Das zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu hören und die richtige Balance zu finden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel basiert auf allgemeinen Erfahrungen und Studien. Er ersetzt keinesfalls den Besuch beim Arzt. Bei akuten Entzündungen oder schweren Vorerkrankungen kläre den Saunabesuch bitte vorher medizinisch ab.

Häufig gestellte Fragen

Ist Sauna gut bei Rheuma?

Ja, bei nicht-entzündlichem Rheuma wie Arthrose lindert die Wärme Schmerzen und verbessert die Beweglichkeit. Bei akuten Entzündungsschüben solltest du jedoch pausieren und erst nach Abklingen der Entzündung wieder saunieren.

Darf man mit Asthma in die Sauna?

In der Regel ja. Die Wärme entspannt die Bronchialmuskulatur und erleichtert das Atmen. Asthmatiker sollten jedoch extreme Kältereize beim Abkühlen meiden und bei Unsicherheit vorher den Arzt konsultieren.

Hilft Sauna bei Neurodermitis?

Viele Betroffene berichten von einer Besserung in schubfreien Phasen durch die geförderte Durchblutung. Wichtig ist, den salzigen Schweiß sofort abzuduschen, um Hautreizungen zu vermeiden.

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