Wie oft Sauna? 5 Tipps und Tricks für den perfekten Ablauf (Lohnt sich!)
Christian Reindl
Die Frage wie oft Sauna höre ich ständig, und bevor ich sie beantworte, muss ich mit einigen hartnäckigen Mythen aufräumen, die sich seit Jahrzehnten halten und die Menschen in die Irre führen. Richtig saunieren bedeutet nicht, Hitzerekorde aufzustellen oder möglichst lange in der Kabine auszuharren, sondern es geht um Regelmäßigkeit, die richtige Technik und das Verständnis dafür, was in deinem Körper tatsächlich passiert. In den folgenden fünf Tipps nehme ich dich an die Hand und führe dich vom ersten Duschgang bis zur Ruhephase durch den perfekten Saunagang Ablauf.
Tipp 1: Die Vorbereitung – Mythen aufräumen und Sauna Regeln verstehen
❓ Stimmt es, dass man in der Sauna abnimmt und Giftstoffe ausschwitzt?
Klartext: Nein, in der Sauna nimmst du nicht ab, und du schwitzt auch keine "Schadstoffe" oder "Schlacken" aus, wobei ich diesen Mythos wirklich nicht mehr hören kann, weil er einfach falsch ist. Was du beim Schwitzen verlierst, ist ausschließlich Wasser und einige Mineralien, die du nach dem Saunagang wieder durch Trinken zu dir nimmst, sodass die Waage am nächsten Tag exakt dasselbe anzeigt wie vorher. Die Entgiftung deines Körpers übernehmen Leber und Nieren, nicht deine Schweißdrüsen, und wer dir etwas anderes erzählt, hat die Grundlagen der menschlichen Physiologie nicht verstanden.
Um richtig saunieren zu können, musst du einige grundlegende Sauna Regeln zur Vorbereitung beachten. Gehe niemals mit völlig leerem oder mit vollem Magen in die Sauna, weil beides deinen Kreislauf unnötig belastet, wobei ein leichter Snack etwa eine Stunde vorher ideal ist. Vor dem Saunagang ist Duschen Pflicht, nicht nur aus Hygienegründen, sondern auch, weil du dich danach gründlich abtrocknen musst.
Warum trockene Haut schneller schwitzt Sauna? Die Erklärung liegt in der Physik: Wasser auf der Haut erzeugt beim Verdunsten Kälte (Verdunstungskälte), die deinen Körper kühlt und damit das Schwitzen verzögert. Wenn du also nass in die Sauna gehst, dauert es länger, bis dein Körper auf Betriebstemperatur kommt und effektiv schwitzt. Ein optionaler Tipp für Profis: Ein warmes Fußbad vor dem Saunagang fördert die Durchblutung und beschleunigt das Schwitzen zusätzlich.
Tipp 2: Temperatur und Dauer – Was Anfänger wissen müssen
Die richtige Sauna Temperatur für Anfänger 50 60 Grad liegt deutlich niedriger als das, was viele erwarten, und genau hier machen Neulinge oft den ersten Fehler, indem sie sich direkt in die 90-Grad-Kabine setzen und sich wundern, warum sie sich unwohl fühlen. Wenn du neu beim Saunieren bist, starte in einer Biosauna oder einer finnischen Sauna auf der unteren Bank, wo die Temperaturen milder sind, und steigere dich langsam über mehrere Wochen auf die klassischen 80 bis 100 Grad Celsius.
❓ Wie lange sollte ein Saunagang dauern?
Die Antwort auf die Frage wie lange sollte ein Saunagang dauern 8 bis 12 Minuten ist eindeutig: Acht bis zwölf Minuten sind optimal, wobei die absolute Obergrenze bei 15 Minuten liegt und alles darüber hinaus keinen zusätzlichen Nutzen bringt, sondern nur deinen Kreislauf überlastet. "Viel hilft viel" gilt beim richtig Saunieren definitiv nicht, und wer stolz erzählt, dass er 25 Minuten durchgehalten hat, hat nichts gewonnen außer einem erhöhten Risiko für Kreislaufprobleme. Achte beim Saunagang Ablauf darauf, deinen Körper zu beobachten: Wenn du dich unwohl fühlst, verlässt du die Kabine, egal wie viel Zeit noch auf der Uhr steht.
Tipp 3: Der Aufguss – Das Highlight richtig durchführen
Der Aufguss ist der Moment, auf den viele Saunagänger warten, und wenn du verstehst, wie macht man einen richtigen Aufguss in der Sauna, kannst du das Erlebnis auf ein völlig neues Level heben. Die Physik dahinter ist faszinierend: Obwohl die Temperatur beim Aufguss kaum steigt, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit schlagartig, sodass der Dampf auf deiner Haut kondensiert und du eine gefühlte Hitze erlebst, die deutlich intensiver ist als die trockene Wärme zuvor.
Der korrekte Ablauf für den Aufguss beginnt damit, dass du kurz die Tür öffnest, um Tür kurz öffnen vor dem Aufguss frische Luft in die Kabine zu lassen, denn frischer Sauerstoff ist entscheidend für einen angenehmen Dampfstoß. Dann gibst du das Wasser langsam und gleichmäßig auf die Saunasteine, wobei du bei der Frage wie viele Tropfen Duftöl in Saunaaufguss Wasser bedenken solltest, dass weniger definitiv mehr ist: Drei bis fünf Tropfen hochwertiger Saunadrops reichen völlig aus, um einen aromatischen Duftnebel zu erzeugen. Nach dem Gießen verteilst du den Dampf durch sanftes Wedeln mit dem Handtuch, und diesen Zyklus kannst du Aufguss 2 bis 3 mal wiederholen in 6 bis 8 Minuten.
Tipp 4: Richtig abkühlen und die optimale Frequenz finden

Nach dem Saunagang kommt der Moment, der über den Erfolg des gesamten Rituals entscheidet: das Abkühlen. Richtig abkühlen nach dem Saunagang kalt duschen ohne Seife bedeutet, dass du zunächst an die frische Luft gehst und deine Atemwege kühlst, bevor du unter die kalte Dusche trittst, wobei du auf Seife verzichten solltest, weil diese den natürlichen Säureschutzmantel deiner Haut zerstört. Beginne das Abduschen immer herzfern, also an den Füßen und Beinen, und arbeite dich langsam nach oben, wobei eiskaltes Wasser oder Tauchbecken nur für erfahrene Saunagänger empfehlenswert sind.
Die Frage wie oft pro Woche in die Sauna für positiven Effekt beantworte ich klar: Zwei bis dreimal pro Woche ist ideal, um langfristig von den gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren.
Wie oft Sauna ist auch eine Frage der Intensität: Wenn du täglich saunieren möchtest, ist das möglich, aber dann beschränkst du dich auf einen einzigen Gang pro Tag. Bei zwei bis dreimal pro Woche sind hingegen zwei bis drei Durchgänge pro Sitzung üblich und sinnvoll. Wie lange Pause zwischen zwei Saunagängen 30 45 Minuten? Genau diese Zeitspanne brauchst du, um deinen Kreislauf zu stabilisieren, dich abzukühlen und ausreichend zu trinken, bevor du den nächsten Gang startest.
Tipp 5: Gesundheit und Sicherheit – Wer darf nicht in die Sauna?
So sehr ich das Saunieren liebe, muss ich an dieser Stelle verantwortungsvoll darauf hinweisen, dass es Menschen gibt, für die die Sauna tabu ist oder die besondere Vorsicht walten lassen müssen. Wer sollte nicht in die Sauna bei Infekt Nierenentzündung? Die Antwort ist eindeutig: Bei Fieber, akuten Infekten, Nierenentzündungen oder anderen akuten Erkrankungen ist die Sauna absolut verboten, weil die Hitzebelastung deinen ohnehin geschwächten Körper zusätzlich strapaziert und die Genesung verzögert oder sogar gefährdet.
Bei Sauna bei Herzbeschwerden ist die Lage differenzierter: Grundsätzlich kann Saunieren für das Herz-Kreislauf-System sogar positiv sein, aber du solltest unbedingt vorher deinen Arzt fragen, bevor du richtig saunieren beginnst. Bei Sauna bei Bluthochdruck gilt besondere Vorsicht bei der Abkühlung: Die plötzliche Kälte führt zur Verengung der Blutgefäße, was den Blutdruck kurzfristig stark ansteigen lässt, weshalb du als Bluthochdruck-Patient auf eiskalte Tauchbecken verzichten und dich nur lauwarm abduschen solltest.
Eine häufige Frage ist auch schwanger in die Sauna ab wann erstes Trimester warten: Während des ersten Trimesters solltest du auf das Saunieren verzichten, da der Embryo in dieser Phase besonders empfindlich ist. Erfahrene Saunagängerinnen können ab dem zweiten Trimester weitermachen, sollten aber niedrigere Temperaturen wählen und auf ihren Körper hören, wobei kurz vor der Geburt das Saunieren komplett eingestellt werden sollte. Und falls du dich fragst, ob Sauna nach dem Sport sinnvoll oder nicht ist: Ja, absolut, denn die Wärme entspannt die beanspruchten Muskeln und fördert die Regeneration, solange du ausreichend trinkst und deinem Körper genug Zeit gibst, sich vom Training zu erholen, bevor du in die Hitze gehst.
Die Frage wie oft Sauna lässt sich also nicht pauschal beantworten, sondern hängt von deiner individuellen Gesundheit, deiner Erfahrung und deinen Zielen ab, wobei die goldene Regel lautet: Regelmäßigkeit schlägt Intensität, und richtig saunieren bedeutet, auf deinen Körper zu hören, statt Rekorde zu jagen.
