Links die klassische Finnische Sauna mit Ofen, rechts die moderne Infrarotkabine mit Strahlern im Vergleich.

Infrarotkabine oder Finnische Sauna? Der große Vergleich für Unentschlossene

Christian Reindl

Ich bin Christian von Sencify, und ich stehe vor dieser Frage häufiger, als man denken würde, weil viele Menschen, die sich eine Sauna für Zuhause anschaffen wollen, zwischen diesen beiden Welten hin und her schwanken. Die einen schwören auf die intensive Hitze der Finnischen Sauna mit ihrem Aufguss-Ritual, während die anderen die sanfte Tiefenwärme der Infrarotkabine bevorzugen, weil sie den Kreislauf weniger belastet und schneller einsatzbereit ist. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, und beide können dir helfen, Stress abzubauen, deine Muskeln zu entspannen und dein Wohlbefinden zu steigern, doch die Frage ist, welche Variante besser zu deinem Leben, deinen Bedürfnissen und deinen Vorlieben passt.

Heiße Luft gegen Tiefenwärme: So unterscheiden sich die Wirkungsweisen

Der fundamentale Unterschied zwischen einer Infrarotkabine und einer Finnischen Sauna liegt in der Art und Weise, wie die Wärme deinen Körper erreicht, denn während die Finnische Sauna die Luft im Raum auf 80 bis 100 Grad Celsius erhitzt, wodurch dein Körper von außen durch die heiße Umgebungsluft erwärmt wird, setzt die Infrarotkabine auf Strahlungswärme, die direkt in deine Haut eindringt und das Gewebe unter der Hautoberfläche erwärmt, ohne dass die Raumluft selbst besonders heiß werden muss.

Die Finnische Sauna: Klassische Konvektionswärme

In der Finnischen Sauna sitzt du in einem Raum, der von einem Ofen beheizt wird, welcher massive Steine auf hohe Temperaturen bringt, sodass diese gespeicherte Wärme an die Luft abgeben und den gesamten Raum aufheizen, was dazu führt, dass dein Körper von allen Seiten von heißer Luft umgeben ist und entsprechend stark zu schwitzen beginnt. Dieser Prozess ist intensiv, weil die Kombination aus hoher Lufttemperatur und niedriger Luftfeuchtigkeit (in der trockenen Phase) deinen Körper dazu zwingt, durch massives Schwitzen seine Kerntemperatur zu regulieren, wodurch du ein sehr kraftvolles, schweißtreibendes Erlebnis hast, das viele Menschen als reinigend und befreiend empfinden.

Der große Vorteil der Finnischen Sauna liegt in diesem intensiven Hitzereiz, der nicht nur die Haut, sondern auch das Herz-Kreislauf-System trainiert, weil dein Herz schneller schlagen muss, um die Wärme über das Blut im Körper zu verteilen und gleichzeitig die Gefäße zu weiten, was langfristig die Durchblutung verbessert und das Immunsystem stärkt. Außerdem ist da der psychologische Aspekt, denn das Sitzen in dieser extremen Hitze erfordert mentale Stärke, wodurch du lernst, mit Unbehagen umzugehen und dich danach umso besser fühlst, weil du etwas durchgestanden hast.

Die Infrarotkabine: Sanfte Tiefenwärme

Die Infrarotkabine funktioniert komplett anders, weil hier Infrarotstrahler verbaut sind, die elektromagnetische Wellen im Infrarotbereich aussenden, welche nicht primär die Luft erwärmen, sondern direkt auf deine Haut treffen und dort mehrere Millimeter tief ins Gewebe eindringen, wodurch die Wärme von innen nach außen wirkt und nicht von außen nach innen wie bei der Finnischen Sauna. Das Resultat ist eine sanftere Erwärmung bei deutlich niedrigeren Raumtemperaturen von etwa 40 bis 60 Grad Celsius, was für viele Menschen angenehmer ist, weil der Kreislauf weniger stark belastet wird und das Atmen in der Kabine leichter fällt.

Diese Tiefenwärme hat den Vorteil, dass sie gezielt Muskelverspannungen lösen kann, weil die Infrarotstrahlung tief in das Gewebe eindringt und dort die Durchblutung fördert, ohne dass dein Körper durch extreme Außenhitze gestresst wird, weshalb Infrarotkabinen häufig von Menschen mit Rückenproblemen, Gelenkschmerzen oder hohem Blutdruck bevorzugt werden. Der Schwitzeffekt ist vorhanden, aber weniger intensiv als in der Finnischen Sauna, was nicht bedeutet, dass die Wirkung schlechter ist, sondern lediglich anders, weil die Wärme tiefer ins Gewebe geht und dort ihre Wirkung entfaltet.

Infrarotkabine Wirkung im Detail:

Die Infrarotstrahlung wird in drei Kategorien unterteilt: IR-A (kurzwellig, dringt am tiefsten ein), IR-B (mittelwellig) und IR-C (langwellig, erwärmt hauptsächlich die Hautoberfläche). Die meisten Kabinen für Zuhause nutzen IR-C oder eine Kombination aus IR-B und IR-C, weil diese als besonders verträglich gelten und keine Verbrennungsgefahr darstellen, während sie dennoch tief genug wirken, um Muskelverspannungen zu lösen und die Durchblutung zu fördern.

Kreislaufbelastung und Verträglichkeit

Ein wichtiger Punkt beim Finnische Sauna Unterschied zur Infrarotkabine ist die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, denn während die extreme Hitze in der Finnischen Sauna das Herz stark fordert und den Blutdruck zunächst senkt (durch die Gefäßerweiterung), dann aber beim Abkühlen wieder ansteigen lässt, arbeitet die Infrarotkabine deutlich sanfter, weil die niedrigere Raumtemperatur den Kreislauf nicht so stark fordert und somit auch für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder niedrigem Blutdruck besser verträglich sein kann.

Das bedeutet nicht, dass die Finnische Sauna gefährlich ist, sondern nur, dass du deinen Körper kennen solltest und im Zweifelsfall mit deinem Arzt sprechen solltest, bevor du regelmäßig bei 90 Grad schwitzt, während die Infrarotkabine oft die erste Wahl für Menschen ist, die es sanfter angehen wollen oder müssen.

Die Finnische Sauna fordert deinen Körper von außen, die Infrarotkabine wärmt ihn von innen, und beide Wege führen zu Entspannung und Wohlbefinden, wenn du die richtige Variante für dich wählst.

Der Faktor Aufguss: Warum mir in der Infrarotkabine etwas fehlt

Entspanntes Lesen in der milden Wärme einer Infrarotkabine.

Jetzt komme ich zu einem Punkt, der für mich persönlich sehr wichtig ist und der auch der Grund ist, warum ich trotz aller Vorzüge der Infrarotkabine immer wieder zur Finnischen Sauna zurückkehre: der Aufguss mit ätherischen Ölen, denn in der Infrarotkabine gibt es keinen Ofen, keine heißen Steine und somit auch keinen Dampfstoß, der den Raum mit intensiven Düften füllt und den Hitzereiz nochmals verstärkt.

Das Ritual des Aufgusses

In der Finnischen Sauna ist der Aufguss das Herzstück des Erlebnisses, weil du Wasser (oft gemischt mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus, Pfefferminze oder unseren Sencify Drops) auf die heißen Saunasteine gießt, wodurch schlagartig Dampf entsteht, der als sogenannter "Löyly" die gefühlte Temperatur im Raum massiv steigen lässt und gleichzeitig die Duftstoffe in die Luft trägt, was ein unglaublich intensives sinnliches Erlebnis ist. Dieser Moment, wenn der Dampf aufsteigt, die Hitze dich umhüllt und der Duft von frischem Eukalyptus oder würziger Fichte deine Nase erreicht, ist für mich das, was eine Sauna zur Sauna macht, weil es nicht nur um Schwitzen geht, sondern um ein Ritual, ein Zelebrieren der Wärme und der Natur.

Die Sencify Saunadrops sind genau für diesen Moment gemacht, weil sie sich rückstandslos im Wasser auflösen und ihre ätherischen Öle freigeben, ohne die Steine zu verkleben oder Rückstände zu hinterlassen, wodurch du jedes Mal einen perfekt dosierten, natürlichen Aufguss bekommst, der deine Sinne anspricht und die Wirkung der Sauna verstärkt.

🔥 Christians Entscheidungshilfe:

Wenn du intensive Hitze, Geselligkeit und Düfte liebst, wähle die Finnische Sauna. Wenn du Rückenverspannungen hast und es sanft magst, ist Infrarot dein Freund.

Warum in der Infrarotkabine etwas fehlt

In der Infrarotkabine kannst du theoretisch einen Duftspender aufstellen oder ätherische Öle auf ein Tuch träufeln, aber es ist nicht dasselbe wie der explosive Dampfstoß in der Finnischen Sauna, weil die Infrarotstrahler keine Feuchtigkeit und keinen Dampf erzeugen, wodurch das sinnliche Erlebnis des Aufgusses komplett fehlt. Für mich persönlich ist das ein Nachteil, weil ich das Ritual liebe, das Zelebrieren der Düfte und die Kontrolle darüber, wann und wie intensiv der Hitzereiz kommt, aber ich verstehe auch, dass nicht jeder diesen Aspekt als wichtig empfindet und manche Menschen die Einfachheit der Infrarotkabine bevorzugen.

Wenn du jedoch ein Sauna-Purist bist, wenn du das Gefühl liebst, wenn der Dampf aufsteigt und die Luft sich plötzlich schwerer anfühlt, wenn du den Duft von Waldkräutern oder frischer Minze tief einatmen willst, während die Hitze dich umhüllt, dann wird dir die Infrarotkabine auf Dauer zu steril vorkommen, weil sie dieses emotionale, fast schon meditative Ritual einfach nicht bieten kann.

Geselligkeit und gemeinsames Erleben

Ein weiterer Aspekt, der in der Finnischen Sauna deutlich stärker ausgeprägt ist, ist die Geselligkeit, denn eine klassische Sauna für Zuhause bietet Platz für mehrere Personen, wodurch du das Erlebnis mit deinem Partner, deiner Familie oder Freunden teilen kannst, während Infrarotkabinen oft als Einzelkabinen konzipiert sind, weil die Strahler so positioniert sind, dass sie optimal auf eine Person wirken. Das gemeinsame Schwitzen, das Warten auf den nächsten Aufguss, das leise Ratschen danach in der Abkühlphase – all das gehört zur Finnischen Sauna dazu und macht sie zu einem sozialen Ereignis, während die Infrarotkabine eher ein individuelles Wellness-Erlebnis ist.

Der Aufguss ist für mich das Herz der Finnischen Sauna, weil er aus dem simplen Schwitzen ein sinnliches Ritual macht, das Körper und Geist gleichermaßen anspricht.

Mein Fazit: Wann welche Variante die richtige für dich ist

Nach all den technischen Details und persönlichen Vorlieben komme ich nun zum praktischen Teil, weil die Entscheidung zwischen Infrarotkabine und Finnischer Sauna nicht nur eine Frage des Geschmacks ist, sondern auch deiner Lebenssituation, deines Zeitbudgets und deiner gesundheitlichen Verfassung.

Die Infrarotkabine ist perfekt für dich, wenn:

  • Du wenig Zeit hast und nach Feierabend schnell entspannen willst, weil die Infrarotkabine sofort betriebsbereit ist (Stecker rein, 5 Minuten warten, loslegen), während der Saunaofen 30 bis 45 Minuten Vorlaufzeit benötigt, um die Steine auf Temperatur zu bringen.
  • Du Rückenschmerzen, Muskelverspannungen oder Gelenkprobleme hast, weil die Tiefenwärme gezielt in das Gewebe eindringt und dort ihre therapeutische Wirkung entfaltet, ohne dass du extreme Hitze ertragen musst.
  • Du einen empfindlichen Kreislauf hast oder mit niedrigem Blutdruck zu kämpfen hast, weil die sanfteren Temperaturen zwischen 40 und 60 Grad deutlich verträglicher sind als die 90 Grad in der Finnischen Sauna.
  • Du eine kleine Wohnung hast und wenig Platz zur Verfügung steht, weil Infrarotkabinen oft kompakter gebaut sind und sich leichter in bestehende Räume integrieren lassen.
  • Du das Schwitzen als Mittel zum Zweck siehst (Entspannung, Schmerzlinderung) und weniger Wert auf das rituelle Erlebnis legst.

Die Finnische Sauna ist perfekt für dich, wenn:

  • Du das intensive Schwitzen liebst und den starken Hitzereiz als reinigend und befreiend empfindest, weil du nach 15 Minuten bei 90 Grad das Gefühl hast, wirklich alles aus dir herausgeschwitzt zu haben.
  • Du Aufgüsse mit ätherischen Ölen zelebrieren willst und die sinnliche Komponente von Duft, Dampf und Hitze als wichtigen Teil deiner Entspannung siehst.
  • Du die Sauna mit deinem Partner, deiner Familie oder Freunden teilen willst, weil das gemeinsame Erlebnis für dich zum Ritual dazugehört.
  • Du Zeit hast und das Saunieren als ausgedehntes Wochenend-Ritual siehst, bei dem die Vorlaufzeit des Ofens kein Problem ist, sondern Teil der Vorfreude.
  • Du dein Herz-Kreislauf-System trainieren willst, weil die extremen Temperaturwechsel (heiße Sauna, kalte Dusche) nachweislich die Gefäße stärken und das Immunsystem boosten.
Zeit und Kosten im Vergleich:

Eine Infrarotkabine verbraucht weniger Strom, weil sie nur 1,5 bis 2 kW Leistung benötigt und keine Vorlaufzeit hat, während ein klassischer Saunaofen mit 6 bis 9 kW arbeitet und 30 bis 45 Minuten Aufheizzeit braucht, was höhere Energiekosten bedeutet. Dafür bietet die Finnische Sauna das intensivere Erlebnis und die Möglichkeit, mehrere Personen gleichzeitig zu nutzen, wodurch sich die Kosten pro Person relativieren. Für den schnellen Wärme-Kick am Abend ist Infrarot praktischer, für das ausgiebige Zeremoniell am Wochenende gewinnt die Finnische Sauna.

Meine persönliche Empfehlung

Ich selbst habe mich für die Finnische Sauna entschieden, weil ich das Ritual liebe, weil ich die Intensität der Hitze schätze und weil der Aufguss mit unseren Sencify Drops für mich ein unverzichtbarer Teil des Erlebnisses ist, aber ich verstehe absolut, warum viele Menschen die Infrarotkabine bevorzugen, weil sie praktischer ist, sanfter wirkt und weniger Aufwand bedeutet.

Wenn du unsicher bist, empfehle ich dir, beide Varianten auszuprobieren, indem du einmal in eine Therme mit Infrarotkabine gehst und einmal in eine klassische Finnische Sauna, weil nur dann wirst du spüren, welche Variante dir wirklich liegt und bei welcher du dich wohler fühlst. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort, es gibt nur die Antwort, die zu deinem Körper, deinem Leben und deinen Bedürfnissen passt.

Und vielleicht ist die beste Lösung sogar, beides zu haben: eine schnelle Infrarotkabine für den Feierabend unter der Woche und eine richtige Finnische Sauna für das ausgedehnte Wellness-Wochenende, an dem du Zeit hast, das Aufguss-Ritual zu zelebrieren und dich so richtig durchschwitzen zu lassen.

Die beste Sauna für Zuhause ist die, die du regelmäßig nutzt, weil nur dann entfaltet sie ihre volle Wirkung für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden.

Für welche Variante hast du dich entschieden?

Teile deine Erfahrungen mit Infrarot oder Finnischer Sauna!

Zu den Saunadrops für den perfekten Aufguss 🌿
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